Gold-Nachfrage weltweit Diese Länder kaufen Barren, diese Länder kaufen Schmuck



Mehr als 18 Prozent Plus seit Mitte Dezember - während 2016 bislang kaum ein Investment wirklich Freude bereitet, hat Gold  einen Teil seines einstigen Glanzes zurückgewonnen. Die Aktienmärkte am Boden, viele Rohstoffpreise im Keller, dazu weiterhin Zinsen nahe der Null: Plötzlich schauen wieder alle auf das Edelmetall. Schon im zweiten Halbjahr 2015 hatte die Nachfrage laut "World Gold Council" leicht angezogen, nachdem sie in den ersten sechs Monaten noch zurückgegangen war.

Neben einer steigenden Nachfrage durch die Zentralbanken der Welt habe zwischen Juli und Dezember 2015 auch die Verbrauchernachfrage stärker angezogen, hält der "Gold Council" weiter fest: Der niedrige Preis habe Kunden weltweit dazu ermuntert, "günstigeren Goldschmuck, günstige Barren und Münzen in die Hände zu bekommen." Wo welche Darreichungsform des Edelmetalls besonders beliebt ist, zeigt die Grafik, die Statista  für manager-magazin.de erstellt hat.

Bei der absoluten Nachfrage haben die bevölkerungsreichsten Staaten der Welt, Indien (848,9 Tonnen) und China (1037,4 Tonnen) zwar die Nase vorn. Pro Kopf ergibt sich allerdings ein anderes Bild: Hier hat Hong Kong die Nase vorn. Gut 7 Millionen Einwohner leben in der Stadt; sie waren im Jahr 2015 für insgesamt 52,8 Tonnen Gold-Nachfrage verantwortlich, zu allermeist in Form von Juwelen. Pro Kopf ergibt das gut 7 Gramm des Edelmetalls.

In der Schweiz spielt Schmuck indes überhaupt keine Rolle: Die Eidgenossen legten sich laut "World Gold Council" ausschließlich Barren und Münzen zu.

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