Neuer Höchststand Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord

Der Goldpreis kennt kein Halten mehr: Nachdem der Preis für das Edelmetall am Vortag erstmals die Marke von 2000 Dollar durchbrochen hat, geht die Rekordjagd am Mittwoch weiter.
Teures Edelmetall: Seit Anfang des Jahres ist der Goldpreis um rund ein Drittel gestiegen

Teures Edelmetall: Seit Anfang des Jahres ist der Goldpreis um rund ein Drittel gestiegen

Foto: A9999 Db Heraeus/ dpa

Die Rekordjagd beim Goldpreis  geht auch oberhalb der Marke von 2000 US-Dollar ungebremst weiter. Am Mittwochnachmittag erreichte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) an der Börse einen neuen Höchststand von knapp 2054 Dollar, nachdem die Notierung erst am Dienstagabend die Marke von 2000 Dollar geknackt hatte. Seit Beginn des Jahres hat das gelbe Edelmetall damit rund ein Drittel an Wert gewonnen. Auch in Euro gerechnet setzte sich die Rekordjagd am Goldmarkt fort. Hier erreichte der Preis für eine Feinunze am Mittwochnachmittag einen neuen Rekordwert bei knapp 1727 Euro.

Auch Silber hat sich weiter verteuert. Die Notierung für eine Feinunze stieg gegen Mittwochnachmittag bis auf 27,08 Dollar oder 22,78 Euro. Das ist der höchste Stand seit 2013. Seit Jahresbeginn ist der Wertzuwachs von Silber mit mehr als 50 Prozent gar deutlich stärker als bei Gold ausgefallen.

Stärkster Preistreiber bleibt die Corona-Krise. Aus Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie versuchen immer mehr Investoren, ihr Vermögen durch verstärkte Goldkäufe abzusichern. Zuletzt hatte aber auch eine Dollar-Schwäche die Nachfrage nach dem Edelmetall verstärkt. Weil Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine schwache US-Währung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger.

Hinzu kommt die Sorge vieler Anleger vor den Folgen der Geldflut, mit der Industriestaaten und Notenbanken gegen die Folgen der Corona-Krise ankämpfen. Während die Inflation in den führenden Volkswirtschaften noch vergleichsweise schwach ist, könnte die Geldflut die Preisentwicklung auf längere Sicht spürbar verstärken. Gold wird von vielen Anlegern als Inflationsschutz geschätzt.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erklärte die starke Nachfrage auch mit einem Rückgang der Renditen für Staatsanleihen. Damit spielt der große Nachteil von Gold, die Zinslosigkeit, im Vergleich zu Staatsanleihen kaum noch eine Rolle.

Experten erwarten vorerst eine Fortsetzung des Höhenflugs beim Goldpreis. "Die Bühne ist bereitet für einen weiteren Anstieg", erklärte Marktstratege Paul Wong vom Vermögensverwalter Sprott.

mg/dpa-afx
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