Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn-Hedgefonds will zwei Milliarden einsammeln

Dominique Strauss-Kahn ist wieder da: Der Skandalbanker aus Frankreich setzt seine Ambitionen im Investmentgeschäft fort und sucht zurzeit Investoren für einen milliardenschweren Hedgefonds.
Große öffentliche Anteilnahme: Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn nach einer Senatsanhörung in Paris im Sommer 2013

Große öffentliche Anteilnahme: Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn nach einer Senatsanhörung in Paris im Sommer 2013

Foto: CHARLES PLATIAU/ REUTERS

Hamburg - Neues von Frankreichs Skandalbanker Nummer eins: Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wird offenbar im Hedgefondsgeschäft aktiv. Einem Bericht des US-Senders "CNBC" zufolge will DSK, wie der Franzose allgemein genannt wird, insgesamt zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) für einen Fonds einsammeln, der unter dem Dach der Investmentfirma LSK aufgelegt wurde.

Bei LSK war Strauss-Kahn im September 2013 eingestiegen. Dabei handelt es sich um die Nachfolgefirma des Finanzdienstleisters Anatevka, der 1994 vom französischen Bankier Thierry Leyne gegründet worden war.

Strauss-Kahn war im Frühsommer 2011 in New York unter dem Vorwurf der sexuellen Nötigung einer Hotelbediensteten verhaftet worden. Unter großer öffentlicher Anteilnahme musste er daraufhin von seinem Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) zurücktreten. Die US-Behörden stellten das Verfahren später allerdings ein, weil sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Belastungszeugin hatten.

In Frankreich steht Strauss-Kahn jedoch noch ein weiteres Verfahren ins Haus: Er soll an Sexpartys teilgenommen haben, bei denen auch Prostituierte anwesend waren. Es geht um den Vorwurf der Zuhälterei.

Dem Bericht von "CNBC" zufolge wird Strauss-Kahn bei seinen gegenwärtigen Investmentaktivitäten von seiner Tochter Vanessa Strauss-Kahn unterstützt, einer Wirtschaftsprofessorin, die sich offenbar um das Research kümmern soll. Gegenwärtig seien die beiden in China auf Investorensuche, heißt es.

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