Donnerstag, 27. Juni 2019

Container als Geldanlage Big-Blackbox-Business

Vorsicht beim Containerkauf: Was Anleger beachten müssen
DPA

6. Teil: Solvium streitet mit der Allianz ...

Das eigentlich bemerkenswerte an dieser Absicherung ist jedoch ihre Vorgeschichte: Etwa zwei Jahre lang glaubte Solvium angeblich, das Ganze über einen Versicherungsvertrag gelöst zu haben, der 2011 mit einem Generalvertreter der Allianz Deutschland AG Börsen-Chart zeigen geschlossen worden war - bis 2013 die Verantwortlichen der Allianz davon erfuhren.

Auf eine Anfrage des Branchendienstes "Fondstelegramm" hin ließ der größte deutsche Versicherer wissen, dass es eine solche Police aus seiner Sicht nicht gebe. Der Vertrag zwischen Solvium und dem Generalvertreter sei vielmehr gar nicht gültig, so die Allianz.

Es folgte ein Streit, der am Montag dieser Woche seinen vorläufigen Höhepunkt fand: Da erreichte eine Klageschrift der Allianz die Investmentfirma, wie manager magazin online meldete. Zuvor hatte bereits das Landgericht Dortmund eine einstweilige Verfügung zugunsten des Versicherers erlassen, die später vom Oberlandesgericht in Hamm mangels Eilbedürftigkeit wieder kassiert wurde.

Bemerkenswert: Solvium gibt an, bereits Prämien auf die angebliche Police eingezahlt zu haben. Die Allianz dagegen teilt manager magazin online auf Anfrage mit, es sei von Solvium einmalig eine sechsstellige Summe überwiesen worden, die sofort zurückgewiesen worden sei. Die Überweisung von Seiten Solviums habe zudem stattgefunden, nachdem die Allianz bereits darauf hingewiesen habe, dass der Vertrag nach ihrer Ansicht unwirksam sei. Zudem kam das Geld von der Anlagefirma laut Allianz mehr als ein Jahr nach dem angeblichen Vertragsschluss.

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