Reform des Quotensystems China will Anleihemarkt offenbar stärker öffnen

Die Regierung in Peking will es Ausländern künftig erleichtern, auf dem weltweit drittgrößten Anleihemarkt zu handeln. Insidern zufolge soll die Regelung aber nur für bestimmte Investoren gelten.
Börse Schanghai: Nichtchinesische Institutionen besaßen Ende März Anleihen im Wert von etwa 30,7 Milliarden Dollar - weniger als 1 Prozent des Gesamtvolumens

Börse Schanghai: Nichtchinesische Institutionen besaßen Ende März Anleihen im Wert von etwa 30,7 Milliarden Dollar - weniger als 1 Prozent des Gesamtvolumens

Foto: ChinaFotoPress/ Getty Images

Peking/Hongkong - China erwägt offenbar, ausländischen Institutionen einen besseren Zugang zum heimischen Anleihemarkt zu geben. Dieser Schritt sei jüngst bei einem Treffen der Zentralbank mit führenden Bankern in Peking besprochen worden, sagten zwei mit den Überlegungen vertraute Personen.

Weder Einzelheiten zur Umsetzung noch ein zeitlicher Rahmen wurden genannt. Die Insider sagten lediglich, die Öffnung sollte auch für private ausländische Unternehmen gelten.

Am Donnerstag hatte die Nachrichtenagentur Reuters von Überlegungen erfahren, staatlichen Institutionen wie ausländischen Notenbanken sowie multilateralen Organisationen wie der Weltbank einen leichteren Zugang zu gewähren. Vertreter der chinesischen Zentralbank waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

China ist der weltweit drittgrößte Anleihe-Markt. Der Zugang für Ausländer ist bislang über ein Quotensystem geregelt. Einer Analyse zufolge besaßen Institutionen außerhalb Chinas Ende März Anleihen im Wert von etwa 30,7 Milliarden Dollar. Das sind weniger als ein Prozent des Gesamtvolumens.

ts/rtr
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