Daten der Zentralbanken So viel Falschgeld wie nie zuvor in Deutschland

Von mm-newsdesk
Beliebtes Fälschungsobjekt: 50-Euro-Scheine stehen bei Fälschern hoch im Kurs

Beliebtes Fälschungsobjekt: 50-Euro-Scheine stehen bei Fälschern hoch im Kurs

Foto: Deutsche Bundesbank/ dpa

Geldfälscher haben im ersten Halbjahr 2015 so viele Blüten in Deutschland in Umlauf gebracht wie noch nie seit der Euro-Einführung. Von Januar bis Juni zogen Banken, Handel und Polizei rund 50.500 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr und damit doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum und 31 Prozent mehr als in der zweiten Hälfte 2014, wie die Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte.

"Das Falschgeldaufkommen bleibt in Deutschland trotz des Anstiegs auf einem niedrigen Niveau", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Der Schaden stieg von 1,8 Millionen Euro im vorangegangenen Halbjahr auf 2,2 Millionen Euro. Dabei setzten Kriminelle vor allem auf falsche Fünfziger: Mit fast 24.400 Scheinen war fast jede zweite Fälschung (48 Prozent) eine 50-Euro-Blüte.

Weltweit dagegen zeigt die Tendenz in die andere Richtung: Laut Europäischer Zentralbank wurden rund um den Globus im ersten Halbjahr dieses Jahres 454.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Das war zwar der zweithöchste Wert seit der Euro-Einführung - aber 10,5 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2014, so die EZB.

"Gemessen an der steigenden Zahl echter Banknoten im Umlauf - mehr als 17 Milliarden in der ersten Jahreshälfte 2015 - ist der Anteil der Fälschungen nach wie vor sehr gering", hieß es auch bei der EZB. Daher würden die Euro-Geldscheine zurecht weiterhin großes Vertrauen als sicheres Zahlungsmittel genießen. Bemerkenswert: Internationale war mehr als jede zweite Blüte (54,7 Prozent) ein falscher 20-er.

cr/dpa/dpa-afx
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