Wachstum im Corona-Jahr Weltgrößter Vermögensverwalter Blackrock so groß wie nie

Im Jahr 2020 florierten trotz Corona-Krise weltweit großteils die Finanzmärkte. Davon profitierte auch Blackrock - der größte Vermögensverwalter der Welt steigerte seine Anlagen auf den Rekordwert von fast 8,7 Billionen Dollar.
Blackrock-Zentrale in New York: Der weltgrößte Vermögensverwalter ist jetzt knapp 8,7 Billionen Dollar schwer

Blackrock-Zentrale in New York: Der weltgrößte Vermögensverwalter ist jetzt knapp 8,7 Billionen Dollar schwer

Foto: JUSTIN LANE/EPA-EFE/Shutterstock

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat im vergangenen Jahr noch einmal kräftig zugelegt. Im vierten Quartal stieg das verwaltete Vermögen des Investmentriesen auf 8,68 Billionen Dollar und damit so hoch wie noch nie. Zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres hatte Blackrock noch rund 7,43 Billionen Dollar für Anleger gemanagt. Die zunehmende Aktivität an den Finanzmärkten habe das verwaltete Vermögen auf ein Rekordhoch getrieben, teilte Blackrock mit.

Hintergrund des Vermögensanstiegs waren sowohl erfreuliche Kursentwicklungen wie auch Mittelzuflüsse vonseiten der Investoren. So steckten Anleger allein im vierten Quartal 2020 netto rund 127 Milliarden Dollar in die Investmentvehikel von Blackrock. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 128,7 Milliarden Dollar etwas mehr gewesen. Auf das Gesamtjahr 2020 gerechnet, verzeichnete Blackrock eigenen Angaben zufolge Nettomittelzuflüsse von 391 Milliarden Dollar.

Zudem meldete das Unternehmen für 2020 einen Gewinnsprung um 20 Prozent nach oben. Der bereinigte Nettogewinn stieg im Schlussquartal 2020 auf 1,57 Milliarden Dollar, verglichen mit 1,31 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Umsatz legte auf Jahressicht um 13 Prozent auf 4,48 Milliarden Dollar zu. Wie die "Financial Times " berichtet, übertraf der Investmentkonzern sowohl mit dem Gewinn als auch mit dem Umsatz die Erwartungen von Analysten.

"Unsere strategischen Investmentfelder florierten 2020, wobei wir Anlegernachfrage nach Aktien sowie Nachhaltigkeits-, Cash- und alternativen Investmentprodukten auf Rekordniveau gesehen haben", ließ sich Blackrock-Chef Larry Fink (68) in einer Mitteilung zitieren.

Es sei schon ein bisschen viel verlangt, ein organisches Wachstum von 5 Prozent pro Jahr beizubehalten, urteilte ein Analyst vom Researchhaus Keefe, Bruyette & Woods in der "FT". Blackrock verfüge jedoch über einen Mix verschiedener Geschäftsfelder, der das Unternehmen gegenüber der Konkurrenz in Vorteil bringe. Insbesondere die Analyse- und Investmentsysteme Blackrock Solutions sowie Aladdin seien das Rückgrat des Unternehmens, durch welches es auch zunehmend gelinge, die Verbindung zu den Kunden zu festigen.

An der New Yorker Börse zeichnete sich zunächst ein positiver Start angesichts der Geschäftszahlen ab. Die Blackrock-Aktie  notierte vorbörslich rund 1,2 Prozent im Plus. Kurz nach Handelsstart stand dann jedoch ein Kursverlust von etwa 3,5 Prozent gegenüber dem Vortag zu Buche. Möglicherweise nutzen Investoren die guten Nachrichten, um Kasse zu machen: Das Blackrock-Papier hat binnen der vergangenen zwölf Monate bereits beinahe 50 Prozent an Wert gewonnen.

cr/Reuters
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