Star-Investor disst Krypto Warren Buffett bietet 25 Dollar für alle Bitcoins der Welt

Dass Warren Buffett kein Freund der Kryptowährungen ist, hat er schon häufiger betont. Beim Berkshire-Hathaway-Aktionärstreffen am Wochenende in Omaha teilte der Altmeister erneut gegen Bitcoins und Co aus – sekundiert von Kompagnon Charlie Munger.
Warren Buffett und Charlie Munger: Die Frontmänner von Berkshire Hathaway sind überzeugte Gegner von Kryptowährungen

Warren Buffett und Charlie Munger: Die Frontmänner von Berkshire Hathaway sind überzeugte Gegner von Kryptowährungen

Foto: Nati Harnik/AP/dpa

Star-Investor Warren Buffett hat seiner Abneigung gegenüber dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen schon häufig Ausdruck verliehen. Die Gelegenheit, dies auch beim Aktionärstreffen seiner Holding Berkshire Hathaway am vergangenen Wochenende in Omaha zu tun, ließ der 91-jährige Multimilliardär nicht aus.

"Wenn Sie mir sagen, Sie besitzen alle Bitcoins der Welt und Sie bieten sie mir für 25 Dollar an, dann würde ich sie nehmen", sagte Buffett am Samstag vor seinen Fans. "Was würde ich dann damit machen?"

Er würde lieber ein Stück Land oder Wohnungen kaufen, so der Investmentstar. Bitcoins seien nichts wert, weil sie nichts produzierten, bekräftigte Buffett seine Ablehnung gegenüber der größten Kryptowährung. Diejenigen, die Bitcoins besäßen, seien einzig und allein darauf angewiesen, dass jemand anderes bereits sei, mehr dafür zu bezahlen.

"Dumm", "böse" und "sieht schlecht aus"

Auf dem Berkshire-Aktionärstreffen, das erstmals nach der Corona-Pause wieder mit zahlreichen Besuchern als Präsenzveranstaltung durchgeführt wurde, hielt sich auch Buffetts Kompagnon an der Berkshire-Spitze, Charlie Munger, laut "Business Insider" mit Kritik am Bitcoin nicht zurück – dabei wurde der 98-jährige Munger noch deutlicher. "Ich habe in meinem Leben versucht, Dinge zu vermeiden, die dumm oder böse sind, oder die mich gegenüber anderen schlecht aussehen lassen", sagte Munger. "Auf Bitcoin treffen alle drei Punkte zu."

Bitcoins seien "dumm", so Munger, weil er davon ausgehe, dass sie nichts wert seien. Sie seien "böse", weil sie das US-Finanzsystem destabilisierten. Und sie ließen die USA schlecht aussehen, weil Chinas politische Führung den Schneid gehabt habe, sie zu verbieten.

Buffett hatte schon früher über Bitcoins hergezogen. Nicht zuletzt deshalb zählte Tech-Investor Peter Thiel den Altmeister der Geldanlage kürzlich bei einem bemerkenswerten Auftritt in Miami zu den größten Feinden des Bitcoins.

So nannte Buffett die mit einer Marktkapitalisierung von zurzeit insgesamt etwa 741 Milliarden Dollar bedeutendste Kryptowährung einst "Rattengift im Quadrat" . Immer wieder betont Buffett, dass es sich beim Kauf von Kryptowährungen seiner Ansicht nach nicht um eine Investition, sondern um reine Spekulation handele. So sagte er schon vor einigen Jahren in einem Interview: "Wenn Sie etwas kaufen wie eine Farm, eine Wohnung oder einen Anteil an einem Unternehmen, dann ist das ein völlig zufriedenstellendes Investment. Sie können es für sich genommen betrachten und es liefert Ihnen einen Return."

Wenn man dagegen etwas wie den Bitcoin oder eine andere Kryptowährung erwerbe, dann habe man nichts, das etwas produziere. "Sie hoffen lediglich, dass Ihnen der Nächste mehr dafür bezahlt", so Buffett.

Bitcoin-Investoren lassen sich durch die Kritik der Berkshire-Senioren offenbar nicht beirren. Der Bitcoin notierte am Montag auf der Plattform Coinmarketcap  mit einem Plus von 2,1 Prozent bei 38.800 Dollar.

cr