Verlustrisiko bei Bitcoin und Co Ethereum-Erfinder warnt vor Kauf von Krypto-Währungen

Ethereum-Erfinder Buterin bei Vortrag in Berlin: Nur Geld investieren, dessen Verlust verkraftbar ist.

Ethereum-Erfinder Buterin bei Vortrag in Berlin: Nur Geld investieren, dessen Verlust verkraftbar ist.

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Die größten Digitalwährungen: Bitcoin und die Alternativen

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Investmentexperten, Notenbanker, Bankenaufseher - Warnungen vor den Gefahren eines Investments in Krypto-Währungen kamen schon von beinahe jeder Adresse am Finanzmarkt. Zuletzt wurden die skeptischen Stimmen, die auf die immensen Risiken dieses weitgehend unregulierten und schwer durchschaubaren Nischengeschäfts hinwiesen, zudem tatsächlich bestätigt: Binnen weniger Wochen verloren viele Krypto-Gelder massiv an Wert.

Der viel beachtete Bitcoin etwa, nach Marktkapitalisierung wichtigste Cyber-Währung, rutschte zu Beginn dieses Jahres um deutlich mehr als 60 Prozent auf einen Wert von wenig mehr als 6000 Dollar ab. Zuvor war der Bitcoin allein im Jahr 2017 in der Spitze um etwa 1800 Prozent auf mehr als 19.000 Dollar gestiegen.

Inzwischen hat sich der Bitcoin  zwar wieder auf beinahe 11.000 Dollar erholt. Ob dieses Comeback von Dauer sein wird, erscheint jedoch fraglich, schließlich dürfte der jüngste Kurssturz eine Menge Vertrauen bei den Käufern solcher Krypto-Währungen zerstört haben.

Zudem gibt es nach wie vor Fachleute, die vor dem Kauf der Cyber-Gelder warnen. Zuletzt vertrat beispielsweise die US-Bank Goldman Sachs  in einem Investment-Report die Auffassung, ein Großteil der derzeit rund 1500 Krypto-Währungen werde nicht lange existieren. Vielmehr dürfte nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Arten überleben, so Goldman-Research-Chef Steve Strongin.

"Traditionelle Geldanlagen bieten mehr Sicherheit"

Eine weitere mahnende Stimme sollten potenzielle Investoren womöglich besonders ernst nehmen - denn sie gehört einem, der selbst eine Cyber-Währung geschaffen hat und damit zum innersten Kreis der Krypto-Szene zu zählen ist.

Die Rede ist von dem 24-jährigen russisch-kanadischen Programmierer Vitalik Buterin, der 2013 die Krypto-Währung Ethereum kreierte.

Ethereum basiert wie auch die Krypto-Leitwährung Bitcoin auf der Blockchain-Technologie. Ethereum verfügt mit aktuell gut 90 Milliarden Dollar über die zweithöchste Marktkapitalisierung aller digitalen Währungen.

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Geht es um Krypto-Währungen, sollte Buterin also wissen, wovon er spricht. Umso bemerkenswerter erscheint, was der Computer-Spezialist zu dem Thema jetzt via Twitter kundtat.

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"Zur Erinnerung", so Buterin auf dem Kurznachrichtendienst. "Krypto-Währungen sind immer noch eine neue und hoch-volatile Asset-Klasse, die jederzeit auf Null fallen kann." Anleger, so der Experte weiter, sollten ausschließlich jenes Geld dort hineinstecken, dessen Verlust sie gegebenenfalls verkraften könnten. Ansonsten seien für die Ersparnisse die traditionellen Geldanlagen eine sicherere Angelegenheit, schreibt Buterin.


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Buterins Twitter-Post wurde binnen Kurzem vielfach geteilt und kommentiert. Kein Wunder: Es kommt nicht häufig vor, dass ein Player aus der Krypto-Szene vor seiner eigenen Schöpfung warnt.

Ob der Ethereum-Macher mit seinen mahnenden Worten Wirkung erzielen wird, bleibt indes abzuwarten. Am Montag jedenfalls starteten die meisten Krypto-Währungen erneut mit Kursgewinnen in die Handelswoche. Auch Ethereum legte laut Plattform Coinmarketcap.com bis zum späten Vormittag um beinahe 3 Prozent zu.

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