Sonntag, 20. Oktober 2019

Krypto-Währung auf Talfahrt Minus 50 Prozent in 4 Wochen - ist die Bitcoin-Blase geplatzt?

Bitcoin im Feuer: Die Krypto-Währung hat heftige Verluste verzeichnet - wie geht es weiter?

3. Teil: Facebook stoppt Werbung für Krypto-Währungen

In China und Südkorea, neben Japan Hochburgen des Handels mit digitalen Währungen, haben die Behörden ihre Gangart ebenfalls verschärft. China etwa geht gegenwärtig gegen das in der Volksrepublik florierende Bitcoin-Mining vor. Einige Börsen für Cyber-Währungen gaben dort im Herbst zudem auf, nachdem sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs) verboten worden waren. Außerdem blockiert die chinesische Regierung den Internetzugang zu Krypto-Börsen.

Auch die Regulierungsbehörden in Südkorea nehmen das Geschehen inzwischen genauer unter die Lupe. Ein mögliches Verbot des Handels mit Bitcoin & Co. in Südkorea ist allerdings offenbar vom Tisch. "Wir haben nicht die Absicht, den Markt für Krypto-Währungen zu verbieten oder zu unterdrücken", sagte der südkoreanische Finanzminister Kim Dong-yeon am Mittwoch. "Die Regulierung der Börsen ist die vordringliche Aufgabe der Regierung."

Ein Verbot anderer Art hat dagegen das soziale Netzwerk Facebook Börsen-Chart zeigen beschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird es Werbung für digitale Währungen wie Bitcoin auf den Seiten von Facebook vorerst nicht mehr geben.

Facebook sperre Anzeigen für "Finanzprodukte und -dienstleistungen, die häufig mit irreführenden oder betrügerischen Werbepraktiken in Verbindung gebracht werden", so Produktmanager Rob Leathern. Dabei gehe es um binäre Optionen, bei denen Anleger auf steigende oder fallende Kurse wetten können, Initial Coin Offerings, mit denen Firmen digitales Geld einsammeln, und Krypto-Währungen.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Das Verbot soll auch für die Facebook-Tochter Instagram gelten. Facebook-Manager Leathern deutete allerdings an, dass der Konzern den Bann auch wieder lockern werde - um ehrlichen Firmen Anzeigen rund um digitale Währungen zu ermöglichen. So könnte also auch das weltgrößte soziale Netzwerk dazu beitragen, dass der Krypto-Währungsmarkt erwachsen wird.

Mit Material von Nachrichtenagenturen

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