Kurssturz von Bitcoin und Co China setzt neuen Schlag gegen Kryptowährungen

Erneut wenden sich Chinas Regulierer gegen die Krypto-Szene: Das Land erklärt sämtliche Aktivitäten rund um Cyber-Devisen für illegal und untersagt ausländischen Börsen Geschäfte mit Kunden in China. Die Preise von Bitcoin und Co knicken ein.
Krypto-Handel in China: Die Volksrepublik hat Bitcoin und Co den Kampf angesagt

Krypto-Handel in China: Die Volksrepublik hat Bitcoin und Co den Kampf angesagt

Foto: HOFFORD/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

China erhöht den Druck auf die Kryptowährungs-Branche. Das Land erklärte am Freitag sämtliche Aktivitäten rund um Cyber-Devisen für illegal und untersagte ausländischen Krypto-Börsen jegliche Dienstleistungen für Kunden in China. Vergehen würden streng geahndet. Die Regierung werde entschlossen gegen Spekulationen mit Kryptowährungen vorgehen, um das Vermögen der Bürger sowie die wirtschaftliche, finanzielle und soziale Ordnung zu schützen, teilte die Zentralbank auf ihrer Internetseite mit. China arbeitet an einer digitalen Variante seiner Währung Yuan.

Gleichzeitig erließ die Regierung ein landesweites Verbot des sogenannten Krypto-Mining. Dabei stellen Nutzer Rechnerkapazitäten für die Prüfung und Verschlüsselung von Transaktionen zur Verfügung. Sie werden dafür in der jeweiligen Kryptowährung entlohnt. China war bislang der Hauptstandort dieser "Schürfer". In den vergangenen Monaten hatten einige Provinzen diese Geschäfte aber untersagt und dies unter anderem mit dem extrem hohen Energieaufwand für den Betrieb der für das Mining benötigten Rechnerfarmen begründet.

Der verstärkte Regulierungsdruck in China schickte die Kurse der Kryptowährungen auf Talfahrt. Die beiden wichtigsten, Bitcoin und Ethereum, fielen jeweils um knapp 10 Prozent. Zuletzt notierte Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp  nur noch knapp über der Marke von 41.000 US-Dollar und hat binnen zehn Handelstagen mehr als 25 Prozent an Wert verloren. Ethereum fiel auf 2840 Dollar.

Werte aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, flogen ebenfalls aus den Depots. So fielen die Papiere von Coinbase, Riot, Marathon, Overstock und Silvergate im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu 6,4 Prozent. Die Titel der Softwarefirma MicroStrategy, die Milliarden in Bitcoin investiert hat, gaben knapp sechs Prozent nach.

cr/Reuters
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