"Rattengift" mit Kursverlust So lassen Gates und Buffett beim Bitcoin die Luft raus

Milliardäre und Freunde: Die Herren Gates (l.) und Buffett sind beim Bitcoin einer Meinung.

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Die Äußerungen sind kaum überraschend und eigentlich nicht einmal neu, aber Wirkung zeigen sie offenbar trotzdem: Nachdem sich mit Warren Buffett und Bill Gates zwei der reichsten Männer der Welt, von denen mindestens einem zudem ein außergewöhnliches Know-how in der Geldanlage nachgesagt wird, kritisch über Bitcoins und Krypto-Währungen geäußert haben, ist der Bitcoin-Kurs unter Druck geraten.

Warren Buffetts Abneigung gegen Krypto-Währungen ist bekannt, manager magazin online hatte erst vor wenigen Tagen über skeptische Äußerungen des Multimilliardärs und Chefs der Beteiligungsholding Berkshire Hathaway berichtet. Diese Kritik wiederholte Buffett am Montag in einem Interview mit dem US-Sender CNBC - und zwar mit ungewohnt deutlichen Worten.

Bitcoin sei wahrscheinlich "Rattengift zum Quadrat", sagte Buffett dem Sender CNBC am Rande des Aktionärstreffens seiner Beteiligungsgesellschaft. Der Börsen-Guru bekräftigte, dass er den Bitcoin-Hype für eine Spekulationsblase halte, die zu einem "bösen Ende" führen müsse.

Krypto-Währungen seien "unproduktives" Vermögen, das keine Werte schaffe und "Scharlatane" anziehe, so Buffett. Zudem wiederholte Buffett seine kontroversen Aussagen am Montag in einem weiteren CNBC-Interview. Der Bitcoin-Kauf folge der Theorie des größeren Dummkopfs - es gehe allein darum, jemanden zu finden, der noch mehr dafür zahle. "Die Leute mögen es, zu zocken."


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Auch Buffetts Freund und ebenfalls Multimilliardär Gates äußerte sich gegenüber CNBC ablehnend über Bitcoins. Er würde Bitcoins "shorten", also auf deren Kursverfall wetten, wenn es die Möglichkeit dazu gäbe, so Gates. Er habe vor Jahren Bitcoins zum Geburtstag geschenkt bekommen, so Gates weiter. Die habe er aber schon lange wieder verkauft.

In den sozialen Medien sorgte die Kritik für viel Aufregung unter Bitcoin-Anhängern. Der Bitcoin-Kurs ging am Montag zudem auf Tauchstation. Die Digitalwährung verlor binnen weniger Stunden mehr als 4 Prozent an Wert - nachdem sie zuvor vier Tage lang nicht gefallen war.