Vor EZB-Sitzung Goldpreis knapp unter Sechsmonatshoch

Anleger erwarten, dass die Zentralbanker in Europa und den USA die Geldpolitik weiter lockern. Vor der wichtigen Sitzung der EZB notiert der Goldpreis knapp unter Halbjahreshoch und ist auf dem Wege, die Marke von 1700 US-Dollar je Unze zu knacken.
Fluchtwährung Gold: Der Preis je Unze nähert sich wieder der Marke von 1700 US-Dollar

Fluchtwährung Gold: Der Preis je Unze nähert sich wieder der Marke von 1700 US-Dollar

Foto: DPA

Frankfurt am Main - Spekulationen auf neue Anleihe-Käufe der EZB und der Fed haben den Goldpreis am Mittwoch hoch gehalten. Mit 1690,20 Dollar je Feinunze notierte das Edelmetall keine zehn Dollar unter seinem Sechs-Monats-Hoch vom Vortag.

Anleger erwarten, dass EZB-Chef Mario Draghi nach der EZB-Sitzung am morgigen Donnerstag Details für Anleihenkaufprogramme bekannt gibt, um hoch verschuldeten Staaten wie Spanien oder Italien zu helfen.

"Es ist aber noch zu früh, um Vollgas zu geben", warnte Analyst Dominic Schnider von UBS Wealth Management. Schließlich sei noch unklar, ob die Geldpolitik gelockert werde und wenn ja, wie stark.

Wenn Notenbanken die Finanzmärkte mit frischem Geld fluten, steigt tendenziell die Gefahr einer Inflation. Gold  gilt traditionell als Absicherung gegen anziehende Preise.

Am Rohölmarkt notierten die Sorten Brent und WTI unterdessen jeweils etwa 0,2 Prozent tiefer bei 113,85 beziehungsweise 94,95 Dollar je Barrel.

Verwandte Artikel