Geldanlage Anleger setzen vermehrt auf Gold

Vor den Notenbanktreffen in Europa und den USA erwarten Anleger, dass die Zentralbanker die Geldpolitik weiter lockern. Die Folge sind verstärkte Investitionen in Gold und Gold-ETFs. Nachdem die Getreidepreise wegen der Dürre in den USA ein Rekordhoch erreicht haben, ziehen Anleger Geld ab.
Fluchtwährung Gold: In der vergangenen Woche stieg der Preis je Unze wieder über die Marke von 1600 US-Dollar

Fluchtwährung Gold: In der vergangenen Woche stieg der Preis je Unze wieder über die Marke von 1600 US-Dollar

Foto: DPA

Frankfurt am Main - In Erwartung einer weiterhin lockeren Geldpolitik setzen Investoren wieder vermehrt auf Gold. Dementsprechend haben börsennotierte Indexfonds (ETFs) und ähnliche Produkte (ETCs) auf Gold in der vergangenen Woche starke Zuflüsse verbucht, wie Zahlen von Europas größtem Anbieter für börsennotierte Rohstoffprodukte, ETF Securities, am Dienstag zeigten.

Allein in die Goldprodukte von ETF Securities flossen unter dem Strich 52 Millionen Dollar frisches Kapital. In der vergangenen Woche war der Goldpreis erstmals seit etwa vier Wochen wieder über die Marke von 1600 Dollar gestiegen. Experten begründen das vor allem mit den Äußerungen der US-Notenbank, die auf eine anhaltend lockere Geldpolitik schließen lassen, und mit der europäischen Schuldenkrise.

Getreidepreise auf Rekordhoch - Gewinnmitnahmen bei Agrar-ETFs

Gleichzeitig halten die Abflüsse bei ETFs und ETCs auf Agrarrohstoffe an. Aus den entsprechenden Produkten von ETF Securities zogen die Anleger in der vergangenen Woche 64 Millionen Dollar ab, um Gewinne mitzunehmen.

In den vergangenen Wochen sind die Preise verschiedener Agrarrohstoffe stark angestiegen. Grund dafür war die Angst vor Ernteausfällen wegen der Dürren in wichtigen Anbaugebieten der USA, Russlands und Australiens. Die USA leiden unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Die Ernte-Prognosen wurden daraufhin mehrfach heruntergeschraubt.

Als Reaktion darauf stiegen die Preise für Mais und Sojabohnen in der vergangenen Woche zeitweise auf Rekordhochs.

la/reuters