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Gewalt in Libyen: Ölkonzerne auf der Flucht

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Preissprung Am Ölmarkt regiert die Angst

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent ist am Mittwoch über die Marke von 110 Dollar pro Barrel gestiegen. Sollte die Revolte in Libyen auf weitere Ölförderstaaten übergreifen, könnte der Ölpreis schon bald den Rekordwert von 150 Dollar erreichen, den er zuletzt im Sommer 2008 markiert hatte.

New York - Am späten Nachmittag wurde die Nordsee-Sorte Brent in der Spitze mit einem Aufpreis von 4,3 Prozent bei 110,35 Dollar je Fass gehandelt. WTI verteuerte sich um bis zu 2,7 Prozent auf 97,97 Dollar pro Barrel.

Preistreiber waren vor allem die sich verschärfende Lage in Libyen und die Furcht vor einem Übergreifen der Unruhen auf andere erdölexportierende Länder in Nordafrika und am Golf.

Den Analysten von Nomura zufolge könnte der Ölpreis auf bis zu 220 Dollar pro Fass steigen, wenn die gesamte Produktion in Libyen und dem Nachbarstaat Algerien zum Erliegen kommen sollte.

Der in der Schweiz auf den Ölhandel spezialisierten Firma Mercuria zufolge könnte der Ölpreis in den kommenden Monaten ähnlich wie im Sommer 2008 bis auf den Rekordwert von 150 Dollar steigen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liege bei 20 Prozent, sagte Firmenchef Marco Dunand in einem Reuters-Interview.

la/Reuters
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