Donnerstag, 5. Dezember 2019

Tipps zum Jahresende Kindergeld retten, Bausparprämie sichern

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Im vorweihnachtlichen Stress bleibt so Manches liegen. Das ist ärgerlich - vor allem, wenn es um die eigenen Finanzen geht. Verschenken Sie kein Geld. Lesen Sie den dritten Teil unserer Serie zur persönlichen Jahresendrally, heute unter anderem zum Thema Bausparen, Kindergeld und Auto.

Hamburg - Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, nutzen viele Menschen zusätzlich einen Bausparvertrag mit Wohnungsbauprämie. Doch gute Bausparverträge eignen sich auch als sichere Geldanlage mit einer Rendite von bis zu 5 Prozent Rendite und mehr, wie die Stiftung Warentest jetzt in ihrem jüngsten Heft feststellt. Sie sind interessiert? Dann wäre folgendes wissenswert:

Traum vom Eigenheim: Ein Bausparvertrag kann dazu ein Grundstein sein. Er eignet sich aber auch als sichere und gut verzinste Geldanlage. Wer die zweite Variante bevorzugt, sollte sich beeilen. Denn wer im neuen Jahr abschließt, muss Prämie und Sparguthaben mit einer Ausnahme in die eigenen vier Wände stecken.
Als Single haben Sie einen Anspruch auf die Prämie, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen 25.600 Euro nicht überschreitet. 51.200 Euro sind es bei Verheirateten, berichtet unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die Experten raten: Am besten zahlen Sie den höchstmöglichen Betrag auf das Bausparkonto ein. Das sind 512 Euro (Single) beziehungsweise 1024 Euro, dann fließt auch die maximale Prämie von rund 45 oder 90 Euro.

Eigentlich war dies nie im Sinne des Erfinders, aber nach der bislang geltenden Regelung können Bausparer über ihr Bausparguthaben und die gewährte Wohnungsbauprämie nach Ablauf einer siebenjährigen Bindungsfrist frei verfügen - und sei es, dass sie damit ein neues Auto finanzieren.

Mit Beginn des kommenden Jahres ändert sich das gravierend, verlieren Bausparverträge ihre Funktion als reine Geldanlage nahezu komplett. Denn ob Ihnen die Wohnungsbauprämie gewährt wird, hängt dann von der wohnwirtschaftlichen Verwendung des Bausparguthabens ab. Anders formuliert: Nur wer das Geld aus dem Bausparvertrag auch in die eigenen vier Wände investiert, kommt in den Genuss der Wohnungsbauprämie, wie der Finanzdienstleister MLP betont. Es gibt eine Ausnahme: Ausgenommen von dieser Neuerung sind Bausparer unter 25 Jahren. Sie erhalten die Wohnungsbauprämie, auch wenn sie das Bausparguthaben anderweitig verwenden – allerdings nur einmalig und für maximal sieben Jahre.

Vor Vertragsabschluss müssen die Karten auf den Tisch

Auch vor dem Hintergrund der im kommenden Jahr verschärften Regeln empfiehlt es sich unter Umständen, einen Bausparvertrag noch in diesem Jahr abzuschließen. Denn die persönliche Lebensplanung kann sich schließlich ändern. Plötzlich spielt wegen einer Trennung oder anderer Schicksalsschläge das angestrebte Eigenheim keine Rolle mehr.

Vor Abschluss eines Vertrages sollten Sie sich selbstverständlich über die Anbieter informieren. "Finanztest" hat sie unter die Lupe genommen und glaubt mit der Deutsche Bank Bauspar und der Alte Leipziger die besten Angebote gefunden zu haben.

Auf jeden Fall sollten Sie sich vor Vertragsabschluss von der Bausparkasse einen Sparplan erstellen lassen. Dieser sollte ganz klar aufzeigen, wieviel Geld Sie am Ende der Laufzeit bekommen, wenn Sie auf ein Darlehen verzichten. Lassen Sie sich zudem von dem Anbieter Ihre Sparrendite berechnen.

Nicht vergessen: Sie müssen die Wohnungsbauprämie jedes Jahr neu beantragen. Rückwirkend ist das maximal zwei Jahre möglich. Wenn Sie die Prämie für das Jahr 2006 noch nicht beantragt haben, sollten Sie das jetzt schnell tun, ansonsten verfällt der Anspruch auf Auszahlung.

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