Samstag, 7. Dezember 2019

Tipps zum Jahresende Kindergeld retten, Bausparprämie sichern

2. Teil: Retten Sie das Kindergeld!

Aufgepasst beim Kindergeld

Ihr volljähriges Kind befindet sich in der Ausbildung und Sie erhalten Kindergeld? Dann laufen Sie womöglich Gefahr, Ihren Kindergeldanspruch zu verlieren oder gar das Kindergeld zurückzahlen zu müssen. Dies ist der Fall, wenn die Einkünfte Ihres Sprösslings im Jahr 2008 höher sind als der Grenzbetrag von derzeit 7680 Euro. Dabei reicht schon ein Cent mehr aus - es gilt das Prinzip ganz oder gar nicht.

In der Ausbildung: Verdient der Filius zu viel, verlieren Sie Ihren Kindergeldanspruch. Keine Panik - rechnen hilft.
Der Verlust des Kindergeldes kann weitere Folgen haben: So könnte zum Beispiel Ihr Arbeitslosengeld I um 7 Prozentpunkte auf dann 60 Prozent fallen - denn dieser Zuschlag steht nur erwerbslosen Eltern zu, die Anspruch auf Kindergeld haben, wie die Arbeitsagentur erläutert. Auch die Kinderzulage von derzeit 185 Euro beim Riester-Sparen ist dann bedroht, weil sie mit dem Kindergeldanspruch verknüpft ist.

Das sollte jetzt aber kein Grund sein, in Panik zu verfallen. Denn die Kindergeldfrage bemisst sich nicht am reinen Bruttogehalt Ihres Sprösslings. Zum einen sind zunächst einmal pauschal 920 Werbungskosten abzuziehen, abzurechnen sind ebenso der Eigenanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen, mögliche Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge oder zu einer privaten Krankenkasse.

Liegen die Einkünfte des Kindes dann immer noch über dem Grenzbetrag, lautet die Devise: zusätzliche Werbungskosten produzieren. Sie können helfen, das Kindergeld zu retten. Zusätzliche Werbungskosten können zum Beispiel ein noch in diesem Jahr angeschaffter Computer oder Fachliteratur sein.

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