Emerging Markets Entkopplung abgekoppelt

Lange Zeit sah es so aus, als könnte sich Asien vom Rest der Welt lösen - man raunte von einer Entkopplung. Doch inzwischen verlieren auch Unternehmen aus den aufstrebenden Regionen der Welt Geld. Warum also sein Geld nach Asien und andere Länder der Emerging Markets tragen? Ein Zwiegespräch in Bildern mit dem Anlageexperten Thomas Vester Nielsen von Bankinvest.
Von Arne Gottschalck

Hamburg - Die unsicheren Regionen der Welt sind es, die das Interesse der Investoren bündeln. Kein Wunder. Öl, Kakao, oder der Bau von großen Autobahnen. Alles lässt sich zu Geld machen. Die Kehrseite dieser Chancen sind oftmals erhebliche Risiken.

Die indes wurden lange ausgeblendet - kein Wunder. An der Börse legten Aktien aus China 2007 um gut 40 Prozent zu. Doch die Zeiten haben sich geändert.

Sowohl auf Seiten der Realwirtschaft als auch der Börsen ist die Krise auch in den weniger entwickelten Regionen der Welt angekommen. Chinesische Aktien zum Beispiel büßten seit Beginn des Jahres rund 50 Prozent ihres Werts ein.

"Abkoppeln kann sich die Region nicht mehr", urteilt Thomas Vester Nielsen, Experte für diese Länder bei der dänischen Fondsgesellschaft BankInvest. Aber dennoch, lassen will er nicht von den Aktien aus den Emerging Markets. Denn sie biete, was andere derzeit vermissen lassen, eine Perspektive. Derzeit muss ein Anleger dazu aber viel Zutrauen aufbringen.

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