Geldanlage Umschichten und Steuern sparen

Zinssparer, die ihren Freibetrag in diesem Jahr voll ausschöpfen, sollten jetzt ihre Anlagestrategie prüfen. Denn mit Blick auf die Abgeltungsteuer kann sich das Umschichten von Sparbuch und Tagesgeld in Festgeld lohnen. Das gilt insbesondere für Spitzenverdiener.

Frankfurt am Main - Mit Blick auf die Abgeltungssteuer kann sich Umschichtung lohnen. Ab dem 1. Januar 2009 müssen nur noch 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer auf Zinserträge abgeführt werden. Für alle Gelder, die derzeit auf verzinsten Konten wie Sparbüchern oder Tagesgeldkonten liegen, schreiben Geldhäuser monatlich, vierteljährlich oder spätestens zum Jahresende die Anlagezinsen für 2008 gut.

Für die Steuer gilt: Was 2008 an Zinsen verbucht wird, muss auch noch entsprechend der alten Regel versteuert werden. Für Spitzenverdiener, die ihren Sparerfreibetrag zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschöpft haben, kommt es zu Abzügen bis zum persönlichen Höchststeuersatz von 42 Prozent (ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer).

Wer aber jetzt schon Gelder von diesen Konten nimmt und als Festgeld anlegt, das erst 2009 wieder fällig wird, erhält auch 2009 erst die Zinsen dafür. Folglich muss er diese Zinsen auch erst 2009 versteuern - und zwar nicht mehr zum persönlichen Steuersatz, sondern zum dann allgemeinen Abgeltungsteuersatz in Höhe von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer.

manager-magazin.de mit Material von ap

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