Pendlerpauschale Vorläufig ausgeweitet

Pendler können auf ihrer Lohnsteuerkarte für 2007 die Pauschale für Fahrten zur Arbeit nun doch vom ersten Kilometer an als Freibetrag eintragen. Auf diese vorläufige Regel haben sich die zuständigen Referatsleiter von Bund und Ländern verständigt.

Berlin - Die Pendlerpauschale wird vorläufig weiterhin in vollem Umfang gewährt. Allerdings ist damit nicht klar, ob sich der Steuervorteil wirklich in barer Münze auszahlt. Bund und Länder einigten sich am Mittwoch darauf, eine Nutzung der alten Pauschale schon ab dem ersten Kilometer bis zum klärenden Verfassungsurteil zunächst anzuerkennen, um einer Einspruchsflut zuvorzukommen.

Sollten die Karlsruher Richter die umstrittene Kürzung des Kilometergeldes für rechtmäßig erklären, muss das weniger gezahlte Geld doch noch an den Staat abgeführt werden. Das Bundesfinanzministerium lobte die Einigung auf Expertenebene als "unbürokratisches und schnelles, gleichwohl dem geltenden Recht entsprechendes Verfahren".

Seit Jahresbeginn können Arbeitnehmer Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nur noch ab dem 21. Kilometer mit 30 Cent je Kilometer von der Steuer absetzen. Zuvor wurde die Vergünstigung auch für einen Arbeitsweg unterhalb 21 Kilometern gewährt.

Dies schaffte die Große Koalition ab. Der Bundesfinanzhof stellte in der Differenzierung der Kilometer eine Verletzung des Gleichheitsgebotes fest. Das Bundesverfassungsgericht wird voraussichtlich nächstes Jahr beurteilen, ob das Grundgesetz verletzt wurde.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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