Verkehrsrechtsschutz Sicherheit im Gepäck

Ein kleiner Fehler kann für Autofahrer schlimme Folgen haben. Oft ist umstritten, wer für die Folgen eines Unfalls haftet. Zumindest Vielfahrer sollten sich für den Verkehrsrechtsschutz entscheiden. FINANZtest hat Preise und Leistungen von 32 Versicherern verglichen.

Berlin - Wer Recht hat, bekommt es nicht automatisch, und zu prozessieren, kann gewaltig ins Geld gehen. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung springt ein, wenn eine Klage Aussicht auf Erfolg hat oder der Unfallgegner zu Unrecht Schadensersatz verlangt. Doch die Versicherungsangebote unterscheiden sich erheblich.

Beim Verkehrsrechtsschutz stehen drei Varianten zur Wahl: Eine Fahrzeugversicherung gilt für ein bestimmtes Auto. Jeder, der damit unterwegs ist, hat Rechtsschutz. Beim Fahrerrechtsschutz ist nur der Versicherungsnehmer geschützt und zwar nur dann, wenn er nicht im eigenen Auto fährt. Diese Police ist für berufliche Vielfahrer im Dienstwagen geeignet und mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro schon ab 29 Euro zu haben.

Eine Rechtsschutzversicherung für die Familie bietet nicht nur einen Fahrzeugschutz, sondern es sind neben dem Versicherungsnehmer auch die Familienmitglieder geschützt, egal ob sie mit dem eigenen Auto oder zum Beispiel mit einem Mietwagen unterwegs sind. Mit 150 Euro Selbstbeteiligung gibt es diesen Schutz ab 61 Euro.

Die Bedingungen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Zwei Beispiele: Beim Streit um Bußgelder wegen ordnungswidrigen Parkens oder Haltens zahlen die meisten Versicherer nicht. Nur Concordia, Gerling, HDI, Roland und ADAC springen auch in solchen Fällen ein. Für Betroffene noch wichtiger: Nur ungefähr die Hälfte der Versicherer springt beim Familienrechtsschutz auch dann ein, wenn volljährige, aber noch nicht berufstätige Kinder mit einem eigenen Wagen unterwegs sind und deswegen ein Rechtsstreit ansteht.

Die meisten Versicherer bieten zusätzlich zum Versicherungsschutz noch eine kostenlose telefonische Rechtsberatung an, manche davon sogar für alle Rechtsgebiete. Am Telefon sitzen Rechtsanwälte, die die Versicherung bezahlt.

Doch Achtung: Telefonische Rechtsberatung ist mit Vorsicht zu genießen. Die meisten Fälle sind zu kompliziert, um sie am Telefon vollständig und fehlerfrei zu klären. Hinzu kommt: Wenn die Versicherung zahlt, liegt nahe, dass der Anwalt bei der Beratung auch ihre Interessen berücksichtigt. Wer sicher sein will, lässt sich von einem Anwalt seines Vertrauens beraten.

Verkehrsrechtsschutz: Die besten Versicherungen Ratgeber: Drei Tipps zum Verkehrsrechtsschutz

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