Büroimmobilien Wo die Miete an den Wolken kratzt

Weltweit steigen die Mieten für Büros in den Metropolen. Was für Mieter die Kosten in die Höhe treibt, ist eine Goldgrube für Investoren. Doch die Immobilienmärkte laufen nicht im Gleichschritt, einige asiatische Städte haben ihren Zenit schon überschritten. Eine deutsche Stadt verspricht das größte Potenzial.

Hamburg - Das Wort "Immobilien" kommt derzeit häufig mit dem Zusatz "-krise" daher. Eine schlechte Zeit, um über Investments in Immobilien zu reden? Das kommt darauf an.

Problematisch ist vor allem der Markt für Wohnhäuser in den USA(aber auch einigen anderen Ländern), weil günstige Kredite einen Run auf Hauskäufe ermöglichten und die exorbitant steigenden Preise zu Konsum auf Pump verleiteten. Jetzt platzen massenhaft faule Hypothekenkredite und versetzen die Finanzmärkte in Angst, weil die in Derivaten versteckten Kreditrisiken plötzlich in den Bilanzen von immer mehr Banken und Fonds auftauchen.

Der Markt für Büroimmobilien dagegen folgt eigenen Zyklen. Auch hier mag es Übertreibungen bei den Preisen und Mieten geben. Das Wachstum der Weltwirtschaft sorgt aber vor allem in internationalen Finanzzentren wie New York oder Tokio für eine solide steigende Nachfrage nach Büroraum. Weil der so begrenzt ist, dass die Leerstandsquote in manchen asiatischen Städten schon gegen Null geht, sind die Mieten in den vergangenen Jahren nahezu explodiert.

Besonders die Spitzenmieten in einigen asiatischen Städten legen jährlich um 100 Prozent und mehr zu, aber auch London, ohnehin schon teuerste Stadt der Welt, oder Moskau haben in den vergangenen Jahren eine beispiellose Büromietenrally erlebt. An Deutschland ging der Boom bislang vorbei. Inzwischen nehmen Leerstände auch hierzulande wieder ab, die Mieten steigen. Frankfurt am Main ist von elf internationalen Finanzzentren dasjenige mit dem größten Potenzial im Büroimmobilienmarkt. manager-magazin.de zeigt, wie sich die Märkte der wichtigsten Bürometropolen entwickeln.

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