Rente Basisvorsorge auf neuer Basis

Neue Altersvorsorgeangebote machen die Rürup-Rente attraktiver. Erstmals bieten Versicherungsunternehmen die Möglichkeit, das eingezahlte Geld im Todesfall des Versicherten an seine Angehörigen auszuzahlen. Doch die nachgebesserten Policen haben ihren Preis.

Hamburg - Der Mann hat viele Namen. Rentenpapst wird er genannt oder Wirtschaftsweiser, sogar Regierungskommissionen wurden nach Professor Bert Rürup benannt. Ob er wohl zufrieden ist, dass auch die Rürup-Rente seinen Namen trägt? Jene als Basisvorsorge geplante Alterssparidee, der bisher nur wenige Bundesbürger folgen wollen?

Selbst die Steuervorteile der Rürup-Rente begeisterten viele Bundesbürger bisher nicht für diese Form der Altersvorsorge. Zu groß scheinen ihnen offenbar die Nachteile, die sie beim Abschluss einer solchen Police in Kauf nehmen müssen. Einer ihrer Hauptnachteile: Rürup-Rentenansprüche waren bisher beispielsweise weder vererblich noch übertragbar. Doch das ändert sich jetzt.

Nach einem Bericht der Zeitschrift "Optimal versichert" bieten Versicherungsunternehmen neuartige Rürup-Verträge, die Sparern erlauben, ihr eingezahltes Geld auch für den Ehepartner oder die Kinder zu sichern. So zahlt neuerdings beispielsweise die DBV Winterthur die Angehörigen ihrer Rürup-Kunden aus, sollte der Versicherte vor Rentenbeginn sterben. Rückzahlungen sind sogar noch möglich, falls der Versicherte innerhalb der ersten zwölf Jahre nach Rentenbeginn stirbt. Ähnliche Versicherungen mit Kapitalerhalt im Todesfall böten mittlerweile auch andere Unternehmen an, beispielsweise die Allianz , die Hannoversche Leben oder die R + V Versicherung.

Die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest weisen Versicherungskunden allerdings daraufhin, dass der Zusatzschutz nicht umsonst zu haben ist. Die monatlichen Versicherungsbeiträge steigen beim Abschluss eines entsprechenden Vertrages, und das schmälert die Rente. Die Zeitschrift "Finanztest" rät Alterssparern deshalb, so weit wie irgend möglich auf kostspielige Zusatzversicherungen zu verzichten.

Wer beispielsweise bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen habe und die Angehörigen durch eine bestehende Risikolebensversicherung geschützt sind, könne leicht auf die neuen Zusatzversicherungen verzichten.

manager-magazin,de mit Material von ddp.djn

Mehr lesen über