Mittwoch, 22. Mai 2019

Rendite Lebensversicherte können aufatmen

2. Teil: Allianz Leben hält sich mit Prognosen zurück

Allianz Leben hält sich mit Prognosen zurück

Der Marktführer Allianz Leben indes wollte noch keine Aussage über eine mögliche Anhebung der Überschussbeteiligung für das kommende Jahr machen. "Die Entscheidung werden Vorstand und Aufsichtsrat am Ende des Jahres fällen", sagte Sprecherin Claudia Mohr-Calliet auf Anfrage von manager-magazin.de.

Die Allianz Leben zählte zum Jahresende acht Millionen Kunden mit einem Bestand von 10,8 Millionen Lebensversicherungen. Vor dem Hintergrund des wegfallenden Steuerprivilegs für Lebensversicherungen ab 2005 rechnet der Branchenführer mit einem anziehenden Geschäft im zweiten Halbjahr. "Wir registrieren deutliche Anzeichen für eine steigende Nachfrage", sagte die Sprecherin weiter. Im ersten Halbjahr seien die Beiträge von Allianz Leben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro gestiegen.

Mit Beginn des neuen Jahres dürfte der erhoffte Run auf die Kapitallebensversicherung aber wieder abflauen. Denn mit der Steuerfreiheit verlieren die Lebensversicherer ihr wirkungsvollstes Verkaufsargument. Diejenigen Anbieter, die neben der traditionellen Lebens- und Rentenversicherung auch Fondsprodukte ihren Kunden bieten können, dürften gegenüber Ein-Produkt-Anbietern im Vorteil sein, erklärte unlängst Analyst Marco Metzler von der Ratingagentur Fitch gegenüber manager-magazin.de.

"Das Thema Allfinanz wird spätestens im Jahr 2005 bei Versicherern wieder nach vorne rücken", so der Analyst. Sowohl unabhängige Finanzdienstleister mit einer breiten Produktpalette als auch die Big Player, die Fonds aus eigenem Hause zur Altersvorsorge anbieten können, sollten davon profitieren.

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