Immobilienfonds Blick über die Grenzen lohnt

Wer in einen Immobilienfonds investiert und sich dabei allein auf Objekte in Deutschland konzentriert, geht ein Risiko ein. Fonds, die auch auf ausländische Immobilien setzen, haben in der Vergangenheit besser abgeschnitten.

Wiesbaden - Die Investitionen, die deutsche Immobilienfonds im Ausland tätigen, tragen überproportional zur Liegenschaftsperformance bei. Dies geht aus einer Studie der Deutschen Immobilien Datenbank (DID) in Wiesbaden hervor.

Während die Performance deutscher Offener Immobilienfonds im letzten verfügbaren Jahresschnitt (2002) den Angaben nach bei plus 5,1 Prozent lag, wiesen Liegenschaften in den USA eine Gesamtrendite von 5,2 Prozent, in Frankreich sogar von 9,0 Prozent aus, so die DID. Auch in den Niederlanden, in Belgien und in Großbritannien lägen die Erlöse über denen vergleichbarer deutscher Immobilien.

Wert im Ausland fast doppelt so hoch

Der durchschnittliche Objektwert im Ausland ist laut der Studie fast doppelt so hoch wie im Inland. Die Fläche liege im Schnitt rund 20 Prozent über der von inländischen Immobilien. Nach Einschätzung der DID wird der Anteil an ausländischen Investitionsprojekten in den Portfolios Offener Immobilienfonds 2003 gestiegen sein.

Das ab 1. Juli 2002 in Kraft getretene vierte Finanzmarktförderungsgesetz erlaube es den Offenen Immobilienfonds, weltweit bis zu 100 Prozent zu investieren. Vorher habe die Beschränkung bei 20 Prozent gelegen, unbeschränkt seien Auslandsinvestitionen nur in Euroland gestattet gewesen.

Auch der schwache Dollar spielt derzeit eine Rolle. "Rein Dollar-basierte Fonds haben Konjunktur und ziehen wegen des günstigen Wechselkursverhältnisses Investorengelder an", betonen die Experten. der DID.

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