Immobilien Preise bleiben im Keller

Der drohende Wegfall der Eigenheimzulage sorgt nur für eine kurze Belebung der Nachfrage, so eine Studie der DG Hyp. Sie rechnen 2004 mit einem weiterhin schwachen Markt. Im Osten ist der Neubau fast zum Erliegen gekommen.

Hamburg - Die kürzlich gestiegene Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern werde voraussichtlich wieder abflauen, sobald die Eigenheimzulage im kommenden Jahr gestrichen werden sollte. Viele Häuslebauer ziehen den Neubau oder Hauskauf vor, um die Subvention noch schnell mitzunehmen, so eine Studie der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank AG (DG Hyp).

Abgesehen von dieser künstlich erzeugten, vorübergehenden Steigerung der Nachfrage werde sich der Immobilienmarkt in Deutschland auf absehbare Zeit nicht von seiner schlechten Verfassung erholen. Der Markt leide weiterhin unter der schwachen Konjunktur, dem geringen Interesse der Investoren und schlechteren steuerlichen Rahmenbedingungen.

Drastischer Baurückgang seit 1995

In diesem wie auch im nächsten Jahr werde sowohl der Wohnungsbau als auch der Handel mit gebrauchten Immobilien weiter zurückgehen, schätzt die Bank. Nach der Analyse werden im kommenden Jahr in Deutschland zwischen 232.000 und 253.000 Wohnungen gebaut.

Zum Vergleich: Im Jahr 1995 waren es noch mehr als 600.000 Wohnungen. Seitdem ging es fast jedes Jahr abwärts. Vor allem in den neuen Bundesländern ist der Wohnungs-Neubau weitgehend zum Erliegen gekommen: dort werden jährlich nur noch um die 30.000 Wohnungen gebaut.

Während die Zahl der Verkäufe in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre zwischen 750.000 und 810.000 schwankte, rechnet die DG Hyp im nächsten Jahr mit 565.000 bis 574.000 Hausverkäufen.

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