Fonds 65,2 Milliarden Euro Zufluss

Der BVI legt die Bilanz für 2002 vor. Fazit: Die Riester-Rente floppte, Immobilienfonds boomen.

Frankfurt/Main - Die Anleger sind angesichts der Einbrüche an den weltweiten Aktienmärkten in Immobilienfonds geflüchtet. Die Verwalter dieser Fonds verdoppelten 2002 ihren Geldzufluss auf die Rekordhöhe von 14,9 Milliarden Euro. Dies berichtete der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) am Dienstag in Frankfurt.

Insgesamt erhielten die Anbieter von Aktien-, Immobilien- oder Rentenfonds 65,2 Milliarden Euro zur Verwaltung neu hinzu. 2001 waren es noch 79,8 Milliarden Euro gewesen. Das Niveau von 2002 liege aber immer noch über dem Durchschnitt der 90er Jahre mit 51 Milliarden Euro, betonte Vorstandssprecher Axel-Günter Benkner.

Neben Immobilien suchten die Sparer ihr Heil in Geldmarktfonds. Hier legten sie 8,5 Milliarden Euro neu an. Insgesamt stieg das Vermögen in diesen Papieren von 50,4 auf 58,5 Milliarden Euro an. Selbst in Aktienfonds investierten die Bundesbürger trotz der Börsenkrise noch frisches Geld. Allerdings halbierte sich der Zufluss im Vergleich zum Vorjahr auf vier Milliarden Euro.

Die "Riester-Rente" habe sich nicht durchgesetzt, konstatierte der BVI. Kaum zehn Prozent der Anspruchsberechtigten hätten im ersten Jahr einen solchen Vertrag abgeschlossen.

Der Regelkatalog sollte nach Ansicht der Investmentbranche verschlankt und der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert werden. Derzeit dürfen zum Beispiel Selbstständige keinen Riester-Vertrag abschließen.

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