Erneute technische Probleme Facebook entschuldigt sich für zweiten Ausfall

Facebook hat am Freitag zum zweiten Mal binnen einer Woche mit technischen Problemen zu kämpfen gehabt. Die Störung war zwar nach wenigen Stunden behoben - doch die Marktmacht des sozialen Netzwerks bleibt weiter im Fokus.
Läuft derzeit nicht rund: Facebook musste nun zum zweiten Mal in einer Woche technische Probleme zugeben

Läuft derzeit nicht rund: Facebook musste nun zum zweiten Mal in einer Woche technische Probleme zugeben

Foto: Regis Duvignau / REUTERS

Facebook hat am Freitag zum zweiten Mal binnen einer Woche mit technischen Problemen zu kämpfen gehabt. Einige Nutzer hatten Probleme, Apps und Dienste des Konzerns zu erreichen, wie Facebook bei Twitter einräumte. Nach wenigen Stunden war die Störung wieder behoben.

Bei Plattformen wie Downdetector meldeten Nutzer erneut Probleme bei der gesamten Palette der Facebook-Apps: beim Online-Netzwerks selbst, den Chatdiensten WhatsApp und Messenger sowie der Foto-Plattform Instagram.

Am Montag waren in einem beispiellosen Ausfall alle Facebook-Dienste für rund sechs Stunden vom Netz gegangen. Facebook erklärte die Störung mit einem Konfigurationsfehler. Am Freitag war Ausmaß der Ausfälle deutlich eingeschränkter - die Dienste waren nicht für alle gestört.

Facebook entschuldigt sich bei seinen Nutzern für die zweistündige Unterbrechung und macht eine fehlerhafte Konfigurationsänderung für den zweiten weltweiten Ausfall verantwortlich.

Damit dürfte die Kritik an der Marktmacht Facebooks weiter im Fokus bleiben. Denn neben der großen Störung Anfang der Woche hatte Facebook zuletzt auch mit heftigen Vorwürfen der Whistleblowerin Frances Haugen (37) zu kämpfen. In einer Senatsanhörung warf Haugen Facebook den Missbrauch seiner Marktmacht vor, auch Senatoren übten heftige Kritik an dem sozialen Netzwerk.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg (37) versandte vergangene Woche eine E-Mail, in der er den Vorwürfen der Whistleblowerin entgegentrat. Dass Facebook Profite über die Sicherheit und das Wohlbefinden stellen, sei "einfach nicht wahr", so Zuckerberg.

Dennoch nehmen weltweite Bestrebungen zu, die Marktmacht von Facebook zu begrenzen. Die jüngsten Vorkommnisse könnten für Facebook zum ernsten Problem werden, meint auch das einflussreiche englische Magazin "The Economist". Den Economist-Text können m+-Abonnenten hier im Original nachlesen .

wed/dpa/Reuters
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