Gewinner des kühlen Wetters Eon erhöht Prognose

Der Energiekonzern Eon hat nach einem guten ersten Halbjahr seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Das kalte Frühjahr und der kühle und nasse Sommer sorgen für einen erhöhten Gasabsatz.
Zu nass, zu kalt: Das kühle Wetter trübt die Urlaubsfreude - und erhöht den Absatz des Energieversorgers Eon

Zu nass, zu kalt: Das kühle Wetter trübt die Urlaubsfreude - und erhöht den Absatz des Energieversorgers Eon

Foto: Bernd Wüstneck/ picture alliance / dpa

Eon erwartet für 2021 mehr Gewinn. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) des Energieversorgers soll nun 4,4 bis 4,6 Milliarden Euro betragen, nach zunächst erwarteten 3,8 bis 4,0 Milliarden Euro, wie Eon am Mittwoch in Essen mitteilte. Beim bereinigten Nettoergebnis geht Eon nun von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro aus. Zuletzt hatte das Management 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro avisiert.

Im ersten Halbjahr profitierte Eon von einem kühlen Wetter und einem daraus folgenden höheren Gasabsatz für Gas-Heizungen. Zudem verbesserte sich das Vertriebsgeschäft deutlich, etwa durch Kosteneinsparungen in Großbritannien. Der Umsatz erhöhte sich um 8 Prozent auf 33 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um 45 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis lag mit 1,8 Milliarden Euro 86 Prozent über Vorjahr.

Die Aktien von Eon sind am Mittwoch nach der erhöhten Prognose etwas vorgerückt. Auf Tradegate hielt sich der Aufschlag von 0,4 Prozent verglichen mit dem Xetra-Schluss zwar in Grenzen, dennoch nehmen die Titel damit ihr Zwischenhoch aus dem Mai ins Visier und könnten danach rasch ein Hoch seit März 2020 erreichen. Analysten von Jefferies zeigten sich vom angehobenen Ausblick nicht überrascht. Angesichts der Kompensationszahlung für den deutschen Atomausstieg sei dies erwartet worden.

la/dpa
Mehr lesen über