Wankender Immobilieninvestor Pleitegefahr - Corestate-Aktie im freien Fall

Beim kriselnden Immobilieninvestor Corestate verlieren Anleger jegliches Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens – die ohnehin gebeutelte Aktie bricht erneut massiv ein.
Sitz der Firma Corestate im Tower 185 in Frankfurt: Absturz des Immobilienfinanzierers

Sitz der Firma Corestate im Tower 185 in Frankfurt: Absturz des Immobilienfinanzierers

Foto: Alfons Hauke / IMAGO / imagebroker

Die Papiere von Corestate Capital haben am Montag ihren Kurssturz fortgesetzt und sind um 62 Prozent auf ein neues Rekordtief von 0,28 Euro eingebrochen. Das Management des schwer ins Trudeln geratenen Immobilien-Investors prüft nach eigenen Angaben vom Freitagabend einen Insolvenzantrag für die Corestate Capital Holding S.A. manager magazin hatte bereits vor zwei Wochen von den massiven Problemen und dem Vorstands-Chaos bei Corestate berichtet.

Der Vorstand begründet dies mit den geringen Erfolgsaussichten in Sanierungsverhandlungen mit maßgeblichen Anleihegläubigern. Am 28. November 2022 werde somit voraussichtlich eine Wandelschuldverschreibung zur Rückzahlung fällig.

Den Anlegern droht ein Totalverlust. Corestate-Aktien sind 2022 bereits um 97,5 Prozent eingebrochen. Massiv beschleunigt hatte sich der Kursverfall im Mai nach Streichung des Finanzausblicks und der Dividendenplanungen.

cr/Reuters
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