Bank of China interveniert China stemmt sich gegen Yuan-Aufwertung

Chinas Notenbank interveniert gegen einen steigenden Yuan, die chinesische Währung gibt zum Dollar nach.
Yuan und Dollar: Für China ist der Yuan-Kurs eine zweischneidige Angelegenheit

Yuan und Dollar: Für China ist der Yuan-Kurs eine zweischneidige Angelegenheit

Foto: Mark/EPA/DPA

Die chinesische Notenbank ergreift Schritte gegen die Aufwertung der heimischen Währung Yuan. Wie die People's Bank of China am Wochenende in Peking mitteilte, müssen Banken für bestimmte Fremdwährungsgeschäfte keine Sicherungseinlage mehr leisten. Der außerhalb Chinas gehandelte Yuan (Offshore-Renminbi) gab daraufhin am Montag zum US-Dollar etwa ein halbes Prozent nach.

Der Yuan oder Renminbi, wie Chinas Währung auch heißt, hat in den vergangenen Monaten gegenüber dem US-Dollar deutlich aufgewertet. Beobachter führen die Entwicklung zum einen auf eine Yuan-Stärke zurück, begünstigt nicht zuletzt durch die konjunkturelle Erholung Chinas nach dem Absturz infolge der Corona-Pandemie. Zum anderen erfährt der Yuan Rückenwind durch den bis zuletzt schwächeren US-Dollar.

USA werfen Peking künstliche Schwächung des Yuan vor

Für China ist der Yuan-Kurs eine zweischneidige Angelegenheit. Ein zu starker Yuan verteuert die Waren Chinas aus Sicht anderer Länder und kratzt damit an der Exportstärke des Landes. Wertet der Yuan hingegen zu deutlich ab, droht neuer Ärger mit den USA. Die US-Regierung wirft der Volksrepublik seit Längerem vor, den Yuan seinen Marktkräften zu entziehen und künstlich zu schwächen, um die eigenen Exportchancen zu erhöhen.

Die Aktienmärkte in China gingen am Montag mit Gewinnen aus dem Handel. Mit einem Plus von zuletzt 2,6 Prozent auf 4804 Punkte ragte der chinesische Festlandsindex CSI 300 positiv hervor. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong stieg der Hang-Seng-Index zuletzt um 2,3 Prozent auf 24.677 Punkte. Börsianer führten die klaren Kursgewinne auf den anhaltenden Optimismus hinsichtlich eines weiteren Corona-Hilfspakets der USA und die Intervention der Notenbank zurück.

rei/dpa-afx
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