Wochenausblick Verschnaufpause erwartet

Die Börsen dürften sich nach Analystenmeinung in der nächsten Woche eher seitwärts bewegen. Im Blickpunkt: BASF, Bayer und Volkswagen.

Frankfurt - Auch wenn die konjunkturellen Vorgaben für die Aktienmärkte zunehmend positiver ausfallen, dürften sich die Börsen in der kommenden Handelswoche bei hohen Kursausschlägen eher seitwärts bewegen. "Das kurzfristige Potenzial erscheint mit dem schnellen Anstieg der vergangenen Tage ausgeschöpft", vermutet Heinz Weyershäuser von der DZ Bank. Anleger sollten eine erneute Wachstumsverlangsamung im laufenden Quartal einkalkulieren.

Bei der Commerzbank  rechnen die Analysten mit starken Kursschwankungen. Immerhin seien die Aktien nach unten aber "relativ gut abgesichert". Auch die Experten der Frankfurter Sparkasse sehen bei 5.200 Punkten im Dax ein gutes Unterstützungsniveau. Sollte der Dax sich über 5.350 Punkten halten, könnte der Leitindex bis auf 5.600 Zähler steigen.

Chemietitel im Fokus - VW mit Jahrespresskonferenz

Von Unternehmen her stehen in der kommenden Woche Bayer  und BASF  im Blickpunkt.

Bayer will am Mittwoch mit endgültigen Zahlen für 2001 aufwarten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Chemiekonzern mit einem deutlich besseren Ergebnis als im Vorjahr. Am Donnerstag lädt BASF zur Bilanz-Pressekonferenz ein. Zuvor dürften sich die Blicke auf den Wolfsburger Autobauer Volkswagen  richten, der am Dienstag eine Jahrespressekonferenz ausrichtet.

Auch die Unternehmen aus der zweiten Reihe werden die Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Der im MDax notierte Sportartikelhersteller Puma  zieht am Mittwoch Bilanz, der Stahlkonzern Salzgitter  berichtet am selben Tag über das Geschäftsjahr 2001.

Konjunkturdaten aus Euroland und den USA

Am Dienstag veröffentlicht Eurostat die Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Euroland für das vierte Quartal 2001. Experten rechnen mit dem ersten Rückgang seit 1993. Gleichzeitig werden von der EU-Kommission die BIP-Prognosen für das erste und zweite Quartal 2002 geliefert.

Für die Einzelhandelsumsätze in den USA rechnen Experten mit kräftigen Zuwächsen. Am Freitag sollte die Industrieproduktion ebenfalls wieder ansteigen und damit das Ende der Talsohle markieren. Sowohl die Importpreise als auch die Erzeugerpreise, deren Preisindizes am Donnerstag und Freitag veröffentlicht werden, lassen gegenwärtig nicht auf starken Preisdruck schließen.

Till Weber, dpa-AFX