Börsenausblick Risikobereitschaft kehrt zurück

Können die Aktienmärkte an die ordentliche Kursentwicklung der vergangenen Woche anschließen? In Frankfurt und New York stehen in den kommenden Tagen wieder etliche Geschäftszahlen an.

Frankfurt am Main - Nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Wochen hat sich die Stimmung am Aktienmarkt wieder etwas aufgehellt. "Die Bereitschaft der Anleger, Risiken einzugehen, kehrt zurück", erwarten die Analysten von UBS Warburg. Das liege nicht in erster Linie an einer positiven Nachrichtenlage, sondern vor allem am Ausbleiben größerer negativer Überraschungen.

Dabei erwarten die Experten, dass Unternehmen aus der zweiten Reihe in den Vordergrund träten. Bislang hätten sich die Märkte stets auf die Marktführer der jeweiligen Branchen konzentriert. Allerdings sei nur dann mit einer nachhaltigen Erholung zu rechnen, wenn sich auch die zu Grunde liegenden Anlass zum Optimismus böten. Die Analysten der DZ Bank würden bereits eine Stabilisierung auf dem erreichten Niveau als Erfolg werten. Spielraum für einen weiteren Kursanstieg sehen sie allenfalls am US-Markt.

Die laufenden Militäraktionen und das "labile ökonomische Umfeld" könnten nach ihrer Ansicht für neue Belastungen sorgen. Mit Spannung erwartet wird aus diesem Grund der Ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat September, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.

Zudem steht eine neue Runde der Quartalsberichterstattung ins Haus. Der Technologiekonzern Motorola hat in der vergangenen Woche einen positiven Einstieg geliefert. Die Mobilfunksparte des zweitgrößten Handy-Herstellers der Welt ist im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Andererseits werden im Handel Gewinnwarnungen mit Verweis auf die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September erwartet.

In Deutschland wird die Commerzbank  am Dienstag über die Ergebnisse einer Aufsichtsratssitzung zum Thema Kostensenkungsmaßnahmen informieren. Der Autobauer Audi und die Bäckerei-Kette Kamps wollen am kommenden Mittwoch vorläufige Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres vorlegen. Am Donnerstag folgt der Software-Hersteller SAP  .

In den USA wird am kommenden Montag der Computer-Hersteller IBM  seine Quartalszahlen vorlegen. Der Chiphersteller Intel  folgt am Dienstag. Der Software-Hersteller Microsoft  und der kanadische Netzwerk-Ausrüster Nortel Networks stehen für den kommenden Donnerstag auf dem Kalender. Der finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia hat seine Quartalszahlen für den kommenden Freitag angekündigt.


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