Börsenblick Daimler-Chrysler-Aktie trotzt Analysten

Mit Macht stemmt sich die DaimlerChrysler-Aktie gegen Herabstufungen durch mehrere Investmenthäuser. Die Marke von 50 Euro erweist sich vorerst als starke Widerstandslinie. Doch neue Gerüchte machen die Runde.

Frankfurt am Main - Lange hatte Goldman Sachs dem Autobauer die Stange gehalten, als andere Analysten den Konzern schon herabgestuft hatten. Heute zog Goldman Sachs nach, stufte DaimlerChrysler ebenfalls herab - die Aktie fiel darauf in den Keller.

Gegen Abend kann das Papier des deutsch-amerikanischen Konzerns einen Teil seiner Verluste wieder wett machen und hält sich mit einem Minus von knapp zwei Prozent bei 51,45 Euro.

Die Anleger scheinen Schrempps großem Kehraus in der Chrysler-Zentrale zu befürworten, wollen das Papier nicht unter die Marke von 50 Euro und damit auf ein neues Jahrestief fallen lassen.

Ob dies Vertrauen hält, wird auch davon abhängen, ob der der Konzern auf der Aufsichtsratssitzung am Freitag die neuen Köpfe und Konzepte überzeugend verkauft.

Neue negative Impulse für den Großkonzern könnten allerdings wieder von Chrysler ausgehen. Die US-Zeitung Detroit News will nach TV-Berichten erfahren haben, dass Chrysler auch im vierten Quartal ein dickes Minus erwirtschaftet hat. Dann allerdings könnte sich das seit einem Jahr andauernde Trauerspiel der DaimlerChrysler-Aktie an der Börse zu einem echten Drama entwickeln.

Die Börse um 16.30 Uhr: T-Online verliert an Boden

Die Wachstumswerte haben ihren Namen derzeit nicht verdient. Am Neuen Markt purzeln die Kurse nach unten. Auch die Blue Chips im Dax brechen ein. Einen leichten Aufwärtstrend gibt es lediglich bei wenigen Konsumwerten.

Der Dax bleibt am Nachmittag tief im Minus stecken. Auch am Neuen Markt bessert sich die Stimmung nicht. Der Nemax-50 notiert weiterhin etwa vier Prozent schwächer.

An der Wall Street ist die Stimmung gedämpft. Der Dow Jones schwankt nervös um den Vortagesschlusskurs, die Nasdaq notiert nach deutlichen Anfangsverlusten noch immer leicht im Minus.

Vor allem die Schwergewichte am Neuen Markt ziehen den Nemax nach unten. T-Online verliert etwa 2,50 Prozent auf 19,30 Euro. Die Entscheidung der Regulierungsbehörde, dass die Telekom dem Tochterkonzern künftig keine Wettbewerbsvorteile mehr gewähren darf, wird für den Kursabschlag verantwortlich gemacht.

Auch der einstige Börsenstar EM.TV kann sich der negativen Stimmung nicht entziehen. Der Rechtevermarkter rutscht um über sechs Prozent auf 26,15 Euro. Damit notiert der Wert wieder nahe seinem Jahrestief.

Die Börse um 14.30 Uhr:Steigt Bertelsmann bei Pixelpark aus?

Dunkle Wolken am Frankfurter Aktienhimmel. Dax und Nemax fallen immer tiefer. Und es wird wohl noch schlimmer kommen: Die Futures in den USA deuten auf eine schwache Eröffnung der Wall Street hin.

Der Dax hat seine Talfahrt beschleunigt und mehr als 1,8 Prozent oder 126 Punkte auf 6834 Zähler verloren. Noch trüber ist die Stimmung am Neuen Markt. Dort verlor der Index mehr als fünf Prozent auf 3751 Punkte.

Zum Mittag haben die Technologiewerte DaimlerChrysler als Schlusslicht der Verliererliste abgehängt. Infineon und SAP mussten über fünf Prozent abgeben, Bayer knapp vier Prozent. Der Autobauer liegt nur noch mit drei Prozent im Minus.

Am Neuen Markt verliert Pixelpark drastisch, nachdem an der Börse Gerüchte aufgekommen sind, wonach sich Hauptaktionär Bertelsmann von dem Internet-Dienstleister trennen möchte. Der Gütersloher Konzern hält derzeit 57 Prozent an Pixelpark. Bertelsmann wollte das Marktgerücht nicht kommentieren.

Die Börse um 12.30 Uhr: SAP leidet unter schlechter Börsenstimmung

Zum Mittag brechen die deutschen Aktienmärkte wieder ein. Besonders schwach präsentieren sich die Wachstumswerte: Der Nemax-50 rauscht um mehr als vier Prozent in die Tiefe.

Der Dax ist bis zum Mittag um 1,6 Prozent gefallen und hat die 6900-Punkte-Marke bereits weit hinter sich gelassen. Mit einer Erholung wird am Markt vorerst nicht gerechnet.

Nachdem die Technologietitel am Diemstag und Mittwoch wieder zulegen konnten, stehen die Werte am Donnerstag wieder auf der Verliererseite. Besonders hart trifft es SAP. Die Aktie verliert über fünf Prozent, ohne dass es eine negative Unternehmensmeldung gegeben hätte.

Anleger lassen sich derzeit lieber von der Stimmung leiten, die derzeit bei den Tech-Titeln ganz klar nach unten zeigt. Und darunter leiden auch noch Siemens und Infineon.

Die Börse um 10.30 Uhr: Sunburst überrascht mit guten Zahlen

Die Stimmung am Aktienmarkt ist schlecht. Fast alle Branchen notieren im Minus. Mit deutlichen Kurssprüngen können sich nur Cybernet und Sunburst am Neuen Markt präsentieren.

Der Donnerstag bereitet den Anlegern bislang keine Freude. Nach einer schwachen Eröffnung haben die Aktien an den Frankfurter Börsen ihre Verluste bis 10.30 Uhr weiter ausgebaut. Der Dax bröckelt um etwa ein Prozent, die Wachstumswerte im Nemax-50 brechen um knapp vier Prozent ein.

Positive Überraschungen liefern heute die kleineren Werte. Sunburst Merchandising überraschte mit positiven Neunmonatszahlen und will zusätzlich noch die Prognosen für das kommende Jahr erhöhen. Solche Ankündigungen hören die Aktionäre gern. Der Kurs steigt um elf Prozent auf 31 Euro.

Ebenfalls positiv überrascht hat die am Neuen Markt notierte Cybernet Internet Services. Das US-Unternehmen kündigte den Rückkauf von Anleihen im Nennwert von 20 Millionen Dollar im vierten Quartal an. Damit wurde ein Großteil der Schulden getilgt. Anleger honorieren die Pläne mit einem Kursaufschwung von mehr als 17 Prozent.

Die Börse um 8.30 Uhr: Flatrate setzt die Telekom unter Druck

Die von US-Notenbankchef Alan Greenspan beschworenen Inflationsgefahren sollten die Bankentitel unter Druck setzen. Probleme gibt es auch bei der Telekom. Sie soll eine günstige Flatrate ermöglichen.

Der Dax wird heute etwas leichter erwartet. Zwar hat die Wall Street am Mittwoch noch im Plus geschlossen, allerdings standen die Kurse zu Handelsschluss nach der Rede des Notenbankchefs Alan Greenspan deutlich unter Druck.

Unter Druck könnte heute auch die Telekom stehen. Nachdem die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation beschlossen hatte, dass das Unternehmen bis zum kommenden Jahr ihren Konkurrenten eine günstige Flatrate im Internet anbieten muss, wird der rosa Riese neu rechnen müssen. Die gegenwärtige Unsicherheit jedoch bedeutet für den Aktienkurs nichts Gutes.

Im Blickpunkt stehen auch die Bankentitel und die Bayer AG. Nachdem Greenspan wie erwartet die Leitzinsen nicht angehoben hat, jedoch vor steigenden Inflationsgefahren warnte, stehen die Finanztitel unter Druck. In den USA schloss der Bankensektor in den USA am Mittwochabend nur schwach.

Analysten werden sich heute die Zahlen von Bayer genauer ansehen. Das Unternehmen teilte am Morgen mit, das operative Ergebnis von 624 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 724 Millionen Euro gesteigert zu haben.