Montag, 21. Oktober 2019

Nach Querelen um Adam Neumann WeWork bläst Börsengang ab

WeWork-Gebäude in New York: Der Büroraum-Anbieter geht vorerst nicht an die Börse

Der erst in der letzten Woche vom Chefrücktritt durchgeschüttelte Büroraum-Anbieter WeWork hat seinen eigentlich geplanten Börsengang abgesagt. Die formelle Rücknahme des IPO-Prospektes sei eine Pause auf dem Weg zu einem börsennotierten Unternehmen, hieß es in einer am Montagabend (Ortszeit) in den USA veröffentlichten Mitteilung der Co-Chefs Artie Minson und Sebastian Gunningham an die Belegschaft des Unternehmens. Man halte zwar an dem IPO fest. Dieser Schritt könne aber nur einmal getan werden und man wolle dies richtig tun.

Erst in der vergangenen Woche hatte der umstrittene und bis dato amtierende WeWork-Chef Adam Neumann unter dem Druck einflussreicher Investoren seinen Hut genommen. Der Manager war stark in die Kritik geraten, nachdem ambitionierte Pläne für einen Börsengang in einem Debakel endeten. Das Aktiendebüt, das eigentlich in der vergangenen Woche hatte stattfinden sollen, musste wegen mangelnden Anlegerinteresses bis auf Weiteres verschoben werden. Zweifel an WeWorks verlustreichem Geschäftsmodell, aber auch an der Machtfülle von Mitgründer Neumann hatten Investoren die Laune verdorben.


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Laut US-Medien zählte das 2010 gegründete Unternehmen im Januar noch mit einer Bewertung von 47 Milliarden Dollar zu den wertvollsten Start-ups der Welt. Bevor der Börsengang verschoben wurde, soll die Bewertung nur noch zwischen 10 und 20 Milliarden Dollar gelegen haben. WeWork ist darauf spezialisiert, anderen Unternehmen langfristig angemietete Immobilien zur Verfügung zu stellen.

rei/dpa

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