Montag, 22. Juli 2019

Nach Louis-Übernahme Buffett sucht noch mehr deutsche Kaufkandidaten

Buffett: "Interessieren uns dafür, weitere deutsche Unternehmen zu kaufen"

"Deutschland ist ein großartiger Markt", findet Warren Buffett. Einem Bericht zufolge sucht der Starinvestor nach weiteren Übernahmezielen - vor allem unter Familienunternehmen.

New York/Hamburg - US-Starinvestor Warren Buffett hält laut einem Zeitungsbericht nach Übernahmezielen in Deutschland Ausschau. "Wir interessieren uns auf jeden Fall dafür, weitere deutsche Unternehmen zu kaufen", sagte Buffett dem "Handelsblatt".

"Deutschland ist ein großartiger Markt", so der Börsenguru. "Viele Leute, viel Kaufkraft, die Deutschen sind produktiv. Und wir mögen die regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen."

In der vergangenen Woche hatte Berkshire Hathaway Börsen-Chart zeigen, die Investmentgesellschaft des Multi-Milliardärs, bereits die Hamburger Firma Louis übernommen, einen Händler für Motorradzubehör. Laut "Financial Times" zahlte Berkshire dafür 400 Millionen Dollar. Louis betreibt 71 Geschäfte in Deutschland und Österreich, verkauft aber auch über Katalog und Internet.

Louis' Finanzberaterin Kupferberg soll weitere Angebote einholen

Buffett hat es dem Bericht zufolge vor allem auf Familienunternehmen in Deutschland, aber auch in Frankreich und Italien abgesehen. Finanzieller Spielraum ist vorhanden - Berkshire sitzt auf einem Cash-Berg von 56 Milliarden Dollar.

Allerdings ist Buffetts Beteiligungsgesellschaft hierzulande nicht besonders bekannt, wie der Investor gegenüber dem "Handelsblatt" einräumte: "Man kennt in Deutschland nicht so gut wie in den USA. Ich hoffe, dass uns künftig auch andere Firmenbesitzer auf dem Radar haben, wenn sie über einen Verkauf nachdenken."

Die Louis-Übernahme fädelte deshalb Louis' Finanzberaterin Zypora Kupferberg ein. "Sie hat ihren Teil dazu beigetragen, dass Louis nun zu Berkshire gehört und ich bin sicher, dass sie uns künftig noch weitere ähnliche Angebote bringt", so Buffett. "Sie weiß ja nun, wonach wir suchen, und wir hoffen, dass wir in nächster Zeit viel von ihr hören."

ts/dpa

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