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Öl, Wasser, Druckertinte, Skorpiongift: So viel kostet ein Liter von ...

Foto: Larry W. Smith/ dpa

Ausgerechnet Öl Altmeister Buffett findet Perle im maroden Ölmarkt

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"Sei gierig, wenn andere ängstlich sind", lautet einer von Warren Buffetts bekanntesten Aussprüchen. Jetzt hat der Starinvestor aus Omaha wieder danach gehandelt.

Kurz bevor der US-Ölpreis erstmals seit zwölf Jahren unter die Marke von 30 Dollar je Barrel fiel, erwarb Buffetts Holding Berkshire Hathaway  im größeren Stil Aktien des Ölkonzerns Phillips 66, wie US-Medienberichten zufolge aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Berkshire kaufte von den Papieren, die sich zu dem Zeitpunkt auf einem Drei-Monats-Tief befanden, nach und nach beinahe 2,5 Millionen Stück, berichtet der US-Sender CNBC. Bei einem Kaufkurs von durchschnittlich 77,22 Dollar hat der Deal damit ein Volumen von etwa 190 Millionen Dollar.

Es ist nicht der erste Einstieg Berkshires bei Phillips 66. Insgesamt verwaltet Buffetts Investmentfirma damit Anteile des Ölunternehmens, das weltweit an 15 Erdölraffinerien beteiligt ist und rund 20.000 Tankstellen betreibt, von rund fünf Milliarden Dollar.

Da Buffett nicht als Zocker bekannt ist, handelt es sich um ein durchaus bemerkenswertes Investment. In der Regel analysiert der Altmeister die Unternehmen, die er ins Visier nimmt, sehr genau. Im Sinne des "Value Investing" geht er dabei stets der Frage nach, ob der Aktienkurs den langfristigen Wert eines Unternehmens widerspiegelt. Meist kauft Buffett nur, wenn er eine Unterbewertung sieht.

Erwartet der Berkshire-Chef also einen Wiederanstieg des Ölpreises, dessen Absturz den Kursen der meisten Ölkonzerne in den vergangenen Jahr zugesetzt hat? In den vergangenen Jahren kannte der Preis für das schwarze Gold lediglich eine Richtung: abwärts. Kostete etwa ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent noch im Jahr 2012 fast 130 Dollar, so ist es heute nur noch wenig mehr als 30 Dollar wert.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel in dieser Woche bereits unter die Marke von 30 Dollar. Experten von den US-Banken Goldman Sachs sowie Morgan Stanley erwarten sogar einen weiteren Rückgang des Preises auf bis zu 20 Dollar je Barrel. Derzeit ist ein Liter Öl günstiger als ein Liter Mineralwasser.

Ein genauer Blick zeigt allerdings: Phillips 66 gehört keineswegs zu den Ölfirmen, deren Aktienkurse gemeinsam mit dem Ölpreis zu Tal gefahren sind. Die Papiere der ehemaligen Tochter des US-Konzerns Conocophillips konnten vielmehr seit 2012 um deutlich über 100 Prozent erheblich zulegen.

Möglicherweise hat Altmeister Buffett also einmal mehr eine Perle gefunden, wo außer ihm kaum einer danach gesucht hätte.

Fünf einfache Schritte: So investiert Warren Buffett:

Wochit / manager-magazin.de
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