Plattenfirma kehrt zurück an die Börse Warner Music stemmt größtes US-IPO des Jahres

Warner-Künstler Ed Sheeran: Der Musikverlag geht in New York erneut an die Börse.

Warner-Künstler Ed Sheeran: Der Musikverlag geht in New York erneut an die Börse.

Foto: Paul Kane/ Getty Images

Die Plattenfirma Warner Music stemmt mitten in der Corona-Krise den größten Börsengang in den USA im laufenden Jahr. Am Mittwoch sammelte Warner 1,93 Milliarden Dollar ein und damit mehr als erwartet. Letztlich seien 77 Millionen Aktien für je 25 Dollar zugeteilt worden, teilte die Nummer drei der Welt hinter Universal und Sony mit. Ursprünglich sollten nur 70 Millionen Anteilsscheine in einer Spanne zwischen 23 und 26 Dollar ausgegeben werden.

An der Börse startete das Unternehmen erfreulich: Der erste Kurs lag bei 27 Dollar - bei einem Ausgabepreis von 25 Dollar. Im frühen Handel stiegen die unter dem Kürzel "WMG" gelisteten Papiere zeitweise bis an die Marke von 29 Dollar.

Die starke Nachfrage gilt als Beweis für das steigende Interesse von Investoren an Börsendebüts, die im März mit Ausbreitung von Covid-19 zum Erliegen kamen.

Ursprünglich wollte das Unternehmen, das Künstler wie Cardi B, Ed Sheeran und Bruno Mars unter Vertrag hat, am Dienstag Details zu der Neuemission bekanntgeben. Warner verzichtete darauf, um im Namen des Soziale-Medien-Events #BlackOutTuesday auf Rassismus aufmerksam zu machen.

Warner ist neben Universal Music und Sony Music einer der drei verbliebenen großen Musikkonzerne. Das Unternehmen gehört der Beteiligungsgesellschaft Access Industries des Milliardärs Len Blavatnik und war bereits bis 2011 an der New Yorker Börse gelistet.

cr/rtr/dpa-afx
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