An Stockholmer Börse Volvo plant offenbar Milliarden-Börsengang

Vor wenigen Jahren wollte die chinesische Geely-Gruppe ihre Tochter Volvo schon einmal an die Börse bringen - jetzt wird es offenbar ernst: Der traditionsreiche Autobauer plant ein Milliarden-IPO in Stockholm, und zwar schon in Kürze.
Erfolgsmodell XC 60: Volvo will offenbar in Kürze an der Börse starten

Erfolgsmodell XC 60: Volvo will offenbar in Kürze an der Börse starten

Foto: Cyril Zingaro/ AP

Der Autohersteller Volvo macht Insidern zufolge Ernst mit seinen Plänen für einen Börsengang. Der chinesische Mutterkonzern Geely Holding will Aktien des Unternehmens Ende September an der Stockholmer Börse platzieren, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Es könnte einer der größten Börsengänge in Europa in diesem Jahr werden: Volvo Cars strebt Insidern zufolge eine Bewertung von rund 20 Milliarden Dollar an. Eine weitere Person sagte, eine Marktkapitalisierung von 16 Milliarden Dollar sei realistischer.

Geely Holding hatte Volvo vor rund einem Jahrzehnt vom US-Autobauer Ford für 1,8 Milliarden Dollar gekauft. 2018 zogen die Chinesen schon einmal einen Börsengang von Volvo in Betracht. Die Pläne wurden aber wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China und der daraus resultierenden Probleme in der weltweiten Autoindustrie zu den Akten gelegt.

Volvo lehnte einen Kommentar ab, Geely war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Banken Goldman Sachs und SEB begleiten den nun geplanten Börsengang gemeinsam mit den Instituten BNP Paribas, Carnegie und HSBC.

cr/Reuters
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