Dienstag, 15. Oktober 2019

Fahrdienstvermittler Uber macht sich für Börsengang bereit

Uber-Logo auf einem Smartphone
Hannah Mckay/REUTERS
Uber-Logo auf einem Smartphone

Uber hat formell seinen Börsengang beantragt - es könnte einer der größten der Finanzgeschichte werden. Ob der Konzern an der Börse auch Gewinn macht, ist jedoch unsicher.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber stellt die Weichen für einen der größten Börsengänge seit Jahren. Das Unternehmen will seine Aktien an der New York Stock Exchange unter dem Tickerkürzel "UBER" listen lassen, wie aus dem am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlichten Wertpapierprospekt hervorgeht.

Der Antrag enthält die Ergebnisse der vergangenen Geschäftsjahre: Uber steigerte den Umsatz 2018 im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar und machte einen Nettogewinn von knapp einer Milliarde Dollar. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel jedoch ein Minus von 1,85 Milliarden Dollar an.

Details wie das genaue Datum des Börsengangs und wieviel Geld Uber bei Anlegern einsammeln will, blieben zunächst unklar. Zwischenzeitlich hatten Banken, die mit der Vorbereitung des Börsengangs betraut werden wollten, laut US-Medien bereits eine Gesamtbewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Zuletzt hieß es jedoch, dass es wohl eher 100 Milliarden Dollar werden dürften.

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Auch damit könnte Uber dennoch einen der größten Börsengänge der Finanzgeschichte und das am höchsten taxierte Debüt seit 2014 stemmen, als der chinesische Online-Riese Alibaba an die New York Stock Exchange ging.

Dennoch warnte das Unternehmen laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass es "womöglich keine Profitabilität erreichen" werde: Wegen des Konkurrenzdrucks werde Uber vielleicht niemals Gewinn machen. Auch rechnet der Konzern demnach mit einem "erheblichen Anstieg" der Betriebskosten in absehbarer Zukunft.

la/dpa

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