Montag, 18. November 2019

US-Sanktionen offenbar schwächer als erwartet Türkische Lira und Börse erholen sich

Die türkische Lira war zuletzt deutlich unter Druck geraten

Nach den relativ moderaten US-Sanktionen gegen die Türkei hat die Börse in Istanbul zugelegt. Am Dienstag erholten sich türkische Aktien vom Einbruch am Vortag: Der Leitindex an der Istanbuler Börse, der ISE National 100, kletterte am Vormittag um zunächst 1,5 Prozent auf 95.407 Punkte. Zu Wochenbeginn hatte er mit über fünf Prozent Abschlag den stärksten Verlust seit März erlitten.

Auch am Devisenmarkt hinterließen die jüngsten politischen Entwicklungen kaum Spuren. Hatte die türkische Lira am Montag zwischenzeitlich deutlich verloren, gab sie am Dienstag kaum weiter nach.

Die US-Sanktionen gegen das Land wegen der Militärintervention in Syrien waren nicht so stark wie befürchtet ausgefallen, was am Bosperus am Dienstag für Erleichterung sorgte, sagten Händler.

Die Anhebung der Stahlzölle und die ausgesetzten Verhandlungen über ein Handelsabkommen schienen nicht auszureichen, die türkische Wirtschaft ernsthaft zu treffen, schrieb der Broker Is Investment in einem Kommentar.

Zu den stärksten Gewinnern gehörten Bankwerte, die am Vortag massiv verloren hatten. Akbank, Turkye Garanti Bankasi und andere Aktien des Sektors stiegen zu Handelsbeginn um dreieinhalb bis vier Prozent. Die Stahlwerte hinkten dem Gesamtmarkt dagegen hinterher. Hier verzeichneten Erdemir und Kardemir Verluste.

rei/dpa

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