Dienstag, 23. Juli 2019

Aktie schwankt stark Gerüchte um Aufzugsparte von Thyssenkrupp bewegen Aktie

Im Hyperloop hoch und quer durch Wolkenkratzer: So will Thyssen den Hochhaus-Bau revolutionieren
ThyssenKrupp

Aufgewärmte Gerüchte über eine Übernahme der Aufzugsparte haben am Montag für einen erneuten Kurssprung der Aktie von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen gesorgt. Die Aktien haben am Montagnachmittag bis zu 5,5 Prozent auf 12,85 Euro zugelegt. Sie konnten damit ihre 21- und 50-Tage-Linien halten und sich wieder nach oben absetzen.

Für Fantasie sorgt erneut die Aufzugssparte des Stahl- und Industriekonzerns. Sie gilt bei Experten als "Kronjuwel" des Konzerns, der sich nach einer strategischen Kehrtwende gerade neu aufstellt.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, sollen im Herbst Verkaufsgespräche für die Sparte geführt werden. Zuletzt war am Markt auf Kone als möglichen Käufer spekuliert worden, aber auch ein Börsengang galt als Option. Gerüchte um ein Gebot von Kone für Thyssens Aufzugsparte hatte vor zwei Wochen bereits der Börsenbrief "Platow Brief" gestreut.

Kone ist bei Aufzügen und Rolltreppen Rivale der Essener. Gegen eine Übernahme spricht jedoch, dass ThyssenKrupp seine hochprofitable Sparte behalten und mittelfristig an die Börse bringen will.

ThyssenKrupp: Was der Plan B bedeutet

Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen gehören mit einem Verlust von rund 16 Prozent seit Jahresanfang zu den schwächsten Dax-Werten im laufenden Jahr. Ändert sich daran bis September nichts, droht einer aktuellen Studie der US-Bank JPMorgan der Rauswurf aus dem deutschen Leitindex Dax.

ThyssenKrupp hatte erst im Mai eine komplette Kehrtwende in der Strategie vollzogen, nachdem man sich von einer europäischen Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata Steel verabschiedet hat. Die neue Strategie sieht auch einen möglichen Börsengang der Aufzugsparte vor.

la/reuters

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