Sonntag, 19. Mai 2019

Aktie auf Siebenjahrestief Thyssenkrupp-Deal mit Tata vor dem Aus

Hochofen von Thyssenkrupp: Die EU-Kommission wird die Fusionspläne der Thyssen-Stahlsparte mit Tata wohl untersagen

Spekulationen über ein Aus der Pläne von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen, das Stahlgeschäft mit Tata Steel zusammenzulegen, haben die Aktien des Essener Konzerns am Montag auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gedrückt. Die im Dax notierten Titel rutschten um bis zu 4,5 Prozent auf 11,72 Euro ab. Aktien von Tata Steel büßten 1,8 Prozent ein. Ein Händler sagte, Bedenken der EU-Kommission seien nichts Neues, jedoch sei nach wie vor unklar, wie es weitergehe.

Die Zeitung "Financial Times" hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass eine Untersagung der Pläne zunehmend wahrscheinlich sei - es sei denn, die Konzerne würden bei ihren Zugeständnissen nachlegen. Thyssenkrupp erklärte, in den kommenden Tagen sei ein weiteres Gespräch mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zur Bewertung der Transaktion geplant.


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Zu der negativen Grundstimmung bei Anlegern von Stahlaktien trug auch eine Produktionskürzung des Branchenprimus ArcelorMittal Börsen-Chart zeigen bei. Dessen Titel verloren in Paris 3,8 Prozent auf 18,02 Euro. Salzgitter-Papiere Börsen-Chart zeigen gaben im deutschen Nebenwerteindex MDax Börsen-Chart zeigen 2,5 Prozent auf 28,59 Euro nach. ArcelorMittal will die jährliche Stahlproduktion in Europa um drei Millionen Tonnen kürzen.

mg/rtr

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