Dienstag, 20. August 2019

Vor- und Nachteile eines Stop-Loss-Limits Fünf Aktien, die nach einem Kurseinbruch zurückkamen

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Die starken Schwankungen der Volkswagen-Aktie und vieler weiterer Werte im Dax sorgen dafür, dass Anleger wieder verstärkt über Absicherungsstrategien nachdenken. Dazu gehört auch ein Stop-Loss-Limit - unterschreitet die Aktie einen vorher festgesetzten Wert, wird sie automatisch verkauft. Solche Limits können vor Verlusten schützen - sie können aber auch das Gegenteil bewirken. Börsenprofi Thomas Grüner erläutert im Folgenden anhand einiger Beispiele, wie sich ein Stop-Loss-Limit auswirken kann.

Apple - die langfristige Sicht zählt

Auch absolute Marktschwergewichte unterliegen ordentlichen Schwankungen am Aktienmarkt. Am 21. Juli 2015 notierte die Aktie von Apple Börsen-Chart zeigen noch bei rund 133 US-Dollar und kratzte am Allzeithoch, nur etwa einen Monat später sorgte der "Schwarze Montag" für eine Talfahrt auf 92 US-Dollar im Tagestief. In knapp fünf Wochen verliert das Unternehmen somit fast ein Drittel seines Börsenwerts.

Die sich anschließende Erholung verläuft ebenso rasant wie der Absturz. Bereits zwei Tage später hat die Aktie zum Tief wieder rund 20 Prozent zugelegt. Kein Trost für die zahlreichen Anleger, die in der kurzen und heftigen Abwärtsphase ausgestoppt wurden: Für viele Marktteilnehmer bedeutete der Schwarze Montag Endstation - zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt im Kontext einer längerfristigen Betrachtungsweise.

Seit Beginn des Bullenmarktes im Jahr 2009 weist die Apple-Aktie eine Performance von mehr als 1000 Prozent aus. Aus diesem Blickwinkel sind die Kursschwankungen der letzten Wochen in der Tat nebensächlich. Ein gut aufgestelltes Unternehmen wie Apple hat auch in Zukunft Potenzial und wird langfristig orientierte Anleger belohnen. Allerdings weiterhin nur diejenigen, die sich nicht von der kurzfristigen Volatilität verunsichern lassen.

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