Sonntag, 26. Mai 2019

Tesla überholt GM Tesla ist wertvollster Autobauer der USA

Tesla-Aktien gefragt wie nie: Anleger trauen dem Unternehmen viel zu
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Tesla-Aktien gefragt wie nie: Anleger trauen dem Unternehmen viel zu

Der Elektroauto-Pionier Tesla Börsen-Chart zeigen ist am Kapitalmarkt zum wertvollsten Fahrzeughersteller der USA aufgestiegen. Nach Börsenschluss in New York kam der Konzern am Montag auf eine Marktkapitalisierung von 50,887 Milliarden Dollar. Er überholte damit den Konkurrenten General Motors Börsen-Chart zeigen, der zwar viel mehr Autos produziert, aber nur einen Börsenwert von 50,886 Milliarden Dollar erreichte.

In der vergangenen Woche hatte das Elektroauto-Start-up bereits Ford Börsen-Chart zeigen - den am Umsatz gemessen zweitgrößten US-Hersteller - hinter sich gelassen. Am Montag kletterte das Papier nach einer Analysten-Empfehlung abermals um mehr als 3 Prozent auf einen Rekordschlussstand von 312,39 Dollar.

Zwischen den Verkaufszahlen liegen allerdings noch Welten

Teslas Aktienkurs ist seit Jahresbeginn um über 40 Prozent gestiegen. Anleger hoffen auf eine erfolgreiche Eroberung des Massenmarkts mit dem "Model 3" - Teslas erstem Mittelklassewagen, der im September in die Serienfertigung starten soll. GM und Ford hingegen mussten zuletzt Abstriche bei den Aktienkursen hinnehmen. Investoren befürchten, dass sich der US-Automarkt nach einem von Billigsprit und niedrigen Finanzierungszinsen befeuerten Absatzboom abkühlen könnte.

An den Geschäftszahlen gemessen liegen zwischen Tesla und den Branchen-Urgesteinen aus der US-Autometropole Detroit indes Welten. Tesla verkaufte im ersten Quartal weltweit 25.000 Neuwagen, während GM und Ford alleine auf dem US-Markt 690.000 beziehungsweise 617.000 Autos absetzten. Trotz der Beliebtheit an der Börse hat die Firma von Elon Musk seit Gründung 2003 noch nie einen Jahresgewinn geschafft. In den letzten fünf Jahren summierten sich die Verluste auf rund 2,3 Milliarden Dollar. In diesem Zeitraum verdiente Ford etwa 26 Milliarden Dollar.

Tesla-Chef Musk hat ehrgeizige Ziele. Er will die Jahresproduktion bis 2018 von zuletzt knapp 84.000 auf 500.000 Fahrzeuge steigern. 2020 soll die Millionenmarke geknackt werden. Vom Nischenanbieter zum Massenhersteller zu werden, erfordert jedoch Risiko für den Aufbau einer entsprechenden Fertigungsplattform. Das Vertrauen der Börse erklären Analysten auch mit dem Kalkül, dass Tesla von einem größeren Rivalen übernommen werden könnte, sollten diese Ambitionen scheitern.

mg/dpa-afx/rtr

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