Sonntag, 31. Mai 2020

Steigender Absatz und Fortschritte bei Model-Y-Produktion Tesla-Aktie klettert zweistellig

Tesla: Aktie auf Erholungskurs
SPENCER PLATT/ GETTY IMAGES NORTH AMERICA/ AFP
Tesla: Aktie auf Erholungskurs

Auf den Absturz folgt der erste Erholungsversuch: Papiere des US-Elektroautobauers Tesla Börsen-Chart zeigen sind am Freitag um 16 Prozent auf 528 US-Dollar in die Höhe geschnellt. Der Hersteller lieferte im ersten Quartal (Januar bis März) mehr Elektrofahrzeuge aus als Analysten erwartet hatten. Das zweite Quartal dürfte für das Unternehmen allerdings sehr hart werden wegen der Corona-Krise, argumentierte Analyst Ryan Brinkman von JPMorgan. Er rechnet mit einem Einbruch der Auslieferungen und bleibt skeptisch für die Aktie.

Zumindest im ersten Quartal hat Tesla bei den Auslieferungen die Erwartungen des Marktes übertroffen: In den drei Monaten bis Ende März wurden rund 88 400 Autos an die Kundschaft gebracht. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet. Im Vorjahresquartal hatte Tesla Börsen-Chart zeigen 63 000 Autos ausgeliefert.

Fortschritte bei der Produktion des Model Y

Im Auftaktquartal 2020 produzierte das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk 102 672 Fahrzeuge. Der Großteil entfiel mit 87 282 auf das Model 3, mit dem Tesla sich im Massenmarkt etablieren will. Börsianer verwiesen auch auf Fortschritte bei der Produktion des Model Y. Die Fertigung und Auslieferung lägen trotz der Corona-Krise vor dem Zeitplan, hieße es. Zudem erziele die Tesla-Fabrik in Shanghai trotz Rückschlägen weiter eine Rekordproduktion.

Tesla-Kursziel 800 Dollar - oder doch eher 240 Dollar?

Die Kursziele der Analysten für die Tesla-Aktie klaffen meilenweit auseinander. So hat das Analysehaus Jefferies das Kursziel für Tesla Börsen-Chart zeigen nach den Auslieferungszahlen bei 800 US-Dollar belassen. Damit hätte Tesla weiterhin ein Kurspotenzial von mehr als 30 Prozent.

Die US-Bank JPMorgan hat zugleich ihr Kursziel bei 240 US-Dollar belassen - also rund 50 Prozent unter dem aktuellen Wert. Analyst Ryan Brinkman rechnete in einer am Freitag vorliegenden Studie zwar mit einer positiven Reaktion am Markt auf die jüngsten Produktions- und Auslieferungszahlen. Das zweite Quartal dürfte für den Hersteller von Elektrofahrzeugen jedoch extrem schwierig werden.

la/reuters/afp

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