Freitag, 21. Juni 2019

Was Warren Buffett schon immer wusste Fonds verschwenden über eine Milliarde Euro

Der bekannteste Investor der Welt: Warren Buffett redet seit geraumer Zeit ETF das Wort

Exchange Traded Funds (ETF) erfreuen sich steigernder Beliebtheit, wie man bei den ETF-Produzenten wie Blackrock & Co. mit Wohlgefallen betrachten dürfte. Beliebt sind sie unter anderen, weil die Produkte eben kostengünstig sind. Der Ausgabeaufschlag entfällt in aller Regel und die jährlich fälligen Verwaltungsgebühren sind deutlich niedriger als bei den aktiv gemanagten Fonds. Und als ob das nicht genug wäre, bekommt Blackrock nun noch Schützenhilfe von dem Beratungshaus Deloitte.

Das hat nämlich gemeinsam mit Fundsquare in einer Studie "Europe's fund expenses at a crossroad" errechnet, dass europäische Investmentfonds zu teuer sind. Freilich formulieren sie es nicht so, sondern etwas behutsamer. Man kommt vielmehr zum Schluss, die Vertriebskosten seien in Europa vergleichsweise hoch. Neu ist diese Erkenntnis nicht, bereits seit Jahren schaut die Branche über den Atlantik nach Amerika, wo die Kostenbelastung für Fondsanleger deutlich niedriger ist.

Neu aber ist etwas anderes - denn diese Kosten könnten um 70 Prozent gesenkt werden, so die Experten.

Möglich wäre das durch eine Reihe an Maßnahmen, zum Beispiel die grenzüberschreitende Bündelung von Vertriebsaufgaben. Damit würden die aktuellen Kosten von 1,3 Milliarden Euro auf 376 Millionen sinken. Und würde dann die Kostenbelastung für die Anleger sinken? Dazu schweigt die Studie.

Warren Buffett hat es zumindest schon längst gewusst - und rät auch seiner Frau zu ETF.

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