Siemens Energy und Gamesa Gewinnwarnung lässt Aktienkurse purzeln

Siemens Gamesa hat weiter Probleme im schwächelnden Windkraftmarkt: Das Unternehmen senkt seine Prognose und sorgt damit für einen Kurssturz gleich mehrerer Aktien des Sektors.
Flaute für die Windkraft: Siemens Gamesa senkt die Prognose

Flaute für die Windkraft: Siemens Gamesa senkt die Prognose

Foto: Petra Nowack / imago images/penofoto

Eine erneute Prognose-Senkung schickt die Aktien von Siemens Gamesa auf Talfahrt. Die Titel des Windkraftanlagen-Bauers brachen am Freitag in Madrid drastisch ein und schlossen mit einem Verlust von 14,1 Prozent. In ihrem Sog fielen die Papiere der deutschen Mutter Siemens Energy noch stärker um 16,6 Prozent. Die Aktien der Wettbewerber Nordex und Vestas büßten bis zu neun Prozent ein.

Nach einem enttäuschenden Quartalsergebnis warnte Siemens Gamesa vor einer bereinigten Umsatzrendite für das Gesamtjahr von minus 4 bis plus 1 Prozent. Bislang hatte das Unternehmen bis zu plus 4 Prozent in Aussicht gestellt. Daraufhin musste auch Siemens Energy seine Geschäftsziele zurückschrauben.

"Die Gewinnwarnung von Siemens Gamesa macht deutlich, dass die Windkraft-Industrie unter steigenden Kosten leidet, während der technologische Wettkampf die Markteinführung neuer Produkte beeinträchtigt", kritisierte Analyst Akash Gupta von der Bank JPMorgan. Er rate von Investitionen in diesen Sektor ab, solange die Unwägbarkeiten nicht überwunden seien und die Unternehmen die an sie gestellten Erwartungen auch erfüllten.

cr/Reuters
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