Notenbank stemmt sich gegen weitere Aufwertung Schweizer Franken auf dem Weg zur Euro-Parität

Schweizer Banknoten: Notenbank stemmt sich gegen die weitere Aufwertung des Schweizer Franken

Schweizer Banknoten: Notenbank stemmt sich gegen die weitere Aufwertung des Schweizer Franken

Foto: © Arnd Wiegmann / Reuters/ REUTERS

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) stemmt sich am Devisenmarkt weiter gegen eine Franken-Aufwertung und greift zudem den Banken zur Bewältigung der Coronavirus-Krise mit Liquidität unter die Arme. Darauf deuten am Dienstag veröffentlichte Daten zu den Sichtguthaben von Banken und Bund bei der Zentralbank hin. Dies stiegen in der Woche zum 10. April auf 634,1 Milliarden Franken, entsprechend einem Zuwachs von 6,9 Milliarden gegenüber der Vorwoche.

Die Entwicklung der Sichteinlagen gilt als Indiz dafür, ob die SNB am Devisenmarkt eingreift, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des Frankens vor allem gegenüber der Hauptexportwährung Euro zu unterbinden. Die Notenbank kauft Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Konten gut. Dorthin fließt zudem das Geld, dass die SNB für die von der Regierung garantierten Coronavirus-Überbrückungskredite für Geldhäuser bereitstellt.

Eine SNB-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zur Entwicklung der Sichtguthaben ab. Bereits in den beiden Wochen zuvor waren diese stark um 6,7 beziehungsweise 11,6 Milliarden Franken gestiegen. Ein Euro kostete am Dienstag 1,0545 Franken. Die milliardenschweren Geldspritzen der Europäischen Zentralbank hatten zuletzt für eine weitere Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro gesorgt.

la/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.