Sonntag, 5. April 2020

Einen Tag nach dem Börsengang Saudi Aramco jetzt mehr als zwei Billionen Dollar wert

Saudi-Aramco-Mitarbeiter beim Börsengang am Handelsplatz in Riad, Saudi-Arabien: Der Ölkonzern ist fast doppelt so viel wert wie Apple
Marwa Rashad/ REUTERS
Saudi-Aramco-Mitarbeiter beim Börsengang am Handelsplatz in Riad, Saudi-Arabien: Der Ölkonzern ist fast doppelt so viel wert wie Apple

Das weltgrößte Unternehmen Saudi Aramco hat an der Börse zeitweise die magische Marke von zwei Billionen Dollar geknackt. Die Titel kletterten zum Börsenstart am Donnerstag erneut um 10 Prozent auf 38,7 Riyal (umgerechnet 10,32 Dollar), gaben dann aber im Handelsverlauf wieder leicht nach und lagen noch 5 Prozent im Plus.

Saudi Aramco stellte damit Apple Börsen-Chart zeigen als bislang teuerstes börsennotiertes Unternehmen weit in den Schatten. Der US-iPhone-Hersteller kommt auf einen Börsenwert von rund 1,2 Billionen Dollar.

Die Analysten von Bernstein halten die Bewertung von Saudi Aramco für zu hoch. Sie stuften ihr Rating für die Titel mit "Underperform" ein und schätzen den Wert des Unternehmens auf 1,36 Billionen Dollar. Das liegt unter der ursprünglichen Wert von 1,7 Billionen Dollar, mit dem Aramco am Mittwoch an die Börse ging, aber gut eine Billion über der Bewertung des US-Energiekonzerns Exxon Mobil Börsen-Chart zeigen.

"Größe ist nicht alles"

"Saudi Aramco ist das größte und profitabelste Ölkonzern der Welt, aber Größe ist nicht alles", schrieben die Bernstein-Experten in einem Kurzkommentar. Ihrer Ansicht nach besteht das Risiko eines langsamen Gewinnwachstums, wenn die Ölpreise unverändert bleiben.

Saudi Aramco hatte am Mittwoch den größten Börsengang aller Zeiten über die Bühne gebracht. Bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") beläuft sich das Volumen der Emission auf 29,4 Milliarden Dollar.

Spitzenreiter war bisher der chinesische Online-Händler Alibaba Börsen-Chart zeigen, der 2014 Papiere im Volumen von rund 25 Milliarden Dollar losgeschlagen hatte. Die Investoren kommen aus Saudi-Arabien und den Nachbarstaaten. Weil das Interesse aus dem Ausland so gering war, mussten Banken, die den Börsengang begleiteten, Roadshows in London und New York absagen.

mg/rtr

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